Mecklenburg-VorpommernSchneereichster Winter seit 2012 in MV

Von frostigen Nächten bis zu frühlingshaften Tagen: Der Winter 2025/26 in Mecklenburg-Vorpommern überraschte mit Rekorden und spektakulären Naturschauspielen. Was die Zahlen noch zeigen.
Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommern erlebte den schneereichsten Winter seit 2012. Insgesamt kamen regional bis zu 40 Schneedeckentage zusammen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Zeitweise bildete sich auch großflächig Eis an der Ostseeküste - ein imposantes Naturschauspiel, welches zahlreiche Schaulustige anlockte, hieß es.
Zwischen Ostseeküste und Seenplatte zeigte sich der Winter 2025/26 über weite Strecken frostig. Die tiefste Temperatur wurde mit minus 15,4 Grad am 19. Februar in Goldberg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) gemessen. Innerhalb weniger Tage folgte dann ein markanter Umschwung: Bis zum Ende des Februars stiegen die Werte auf rund 16 Grad – ein Temperatursprung von mehr als 30 Grad.
Weniger Regen, mehr Sonne
Die durchschnittliche Temperatur erreichte am Ende 0,7 Grad - und lag damit 0,5 Grad höher als der Mittelwert der internationalen Referenzperiode 1961 bis 1990 (0,2 Grad). Mit gut 85 Liter pro Quadratmeter wurde nur etwa 65 Prozent des üblichen Winterniederschlags (130 l/m²) erreicht. Die Sonnenscheindauer addierte sich auf 170 Stunden - mehr als in der Referenzperiode (144 Stunden).
Der Vergleich mit dem Mittelwert der Referenzperiode 1961-1990 ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels. In die Durchschnittswerte fließen sowohl die Tages- als auch die Nachttemperaturen mit ein.