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Mecklenburg-VorpommernZoo Stralsund schließt wegen Vogelgrippe

04.03.2026, 16:26 Uhr
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Der Zoo Stralsund bleibt am Donnerstag und Freitag geschlossen. Bei mehreren toten Vögeln wurde die Vogelgrippe nachgewiesen.

Stralsund (dpa/mv) - Wegen des Nachweises der Vogelgrippe bleibt der Stralsunder Zoo am Donnerstag und Freitag geschlossen. Mehrere Vögel seien in ihrem Winterquartier gestorben, teilte die Stadt mit. "Im Rahmen einer Untersuchung wurde das aviäre Influenzavirus, also die Vogelgrippe, nachgewiesen."

Auf Anweisung des Veterinäramtes des Landkreises Vorpommern-Rügen bleibe der Zoo an den beiden Tagen für Besucher zu. Damit soll die ungestörte Entnahme weiterer Proben gewährleistet werden, wie ein Sprecher der Stadt erklärte. Demnach war der Zoo am Mittwoch noch geöffnet. Die Nachweise betreffen seiner Aussage nach den Wirtschaftshof, der vom Publikumsbereich getrennt sei.

Mit Stand vom Mittwochnachmittag sind nach Aussage des Sprechers 15 Hühner und Wachteln verendet. "Im Idealfall bleibt es dabei." Wie der Erreger in den Bestand gelangt ist, sei unklar. Das weitere Vorgehen ist laut Stadt von den Ergebnissen der anstehenden Untersuchungen abhängig.

Hausgeflügel nicht das erste Mal betroffen

Der Stralsunder Zoo musste schon mehrfach wegen der Vogelgrippe geschlossen bleiben. Anfang 2025 war ebenfalls Hausgeflügel betroffen. Damals konnte der Zoo erst nach Wochen wieder öffnen. Im Oktober 2024 war er zeitweise geschlossen worden, weil das Virus bei einem toten Pelikan nachgewiesen worden war.

Auch andere Zoos in Mecklenburg-Vorpommern beschäftigt das Risiko eines Ausbruchs der Vogelgrippe, auch Geflügelpest genannt. Sie seien in engem Austausch mit dem Veterinäramt, teilten die Zoos in Schwerin und Rostock jüngst auf Anfrage mit.

Desinfektionsmatten gegen Virusverbreitung

Im Zoo Rostock etwa lägen Desinfektionsmatten an den Zugängen zu den Volieren, Häusern und Ställen aus. Zudem seien die Ententeiche abgelassen worden, um keine wilden Wasservögel anzulocken.

Im Winter 2024/25 war das Virus im Rostocker Zoo bei einer toten Hühnergans entdeckt worden. Ein direktes Partnertier, ebenfalls infiziert, wurde getötet. Alle anderen Vögel hätten durch Quarantänemaßnahmen und Tests geschützt werden können, so der Zoo.

Im Schweriner Zoo gab es nach dessen Angaben in den vergangenen Jahren einen Ausbruch bei einem Pelikan. Andere Tiere seien daraufhin isoliert worden und hätten sich nicht angesteckt.

Quelle: dpa

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