Mecklenburg-VorpommernZwei Spitzenposten bei Landespolizei dauerhaft neu besetzt

An der Spitze eines der beiden Polizeipräsidien in MV war zuletzt viel Bewegung. Das hatte auch mit Unruhe bei einer anderen Behörden zu tun. Nun sollen zwei Spitzenposten dauerhaft neu besetzt sein.
Neubrandenburg/Schwerin (dpa/mv) - Heiko Tesch ist neuer Präsident des Polizeipräsidiums Neubrandenburg. Er ist damit der zweite neu ernannte Präsident des Präsidiums innerhalb von etwa einem Jahr. Arne Wurzler, der erst im Juli 2025 als Präsident ernannt worden war, leitet künftig das Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz (LPBK). Er übernehme nun dauerhaft die Leitung, nachdem er die Behörde schon in den vergangenen Monaten geführt habe, teilte das Ministerium mit.
Eine Affäre um die beschleunigte Beförderung eines leitenden Polizeibeamten und Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue hatten vergangenes Jahr auch das LPBK betroffen. Dort hatte es wie auch im Innenministerium Durchsuchungen gegeben.
Tesch bislang im Innenministerium
Mit der Ernennung Teschs zum Präsidenten des Polizeipräsidiums Neubrandenburg und Wurzlers zum Direktor des LPBK seien nun zwei wesentliche Führungsfunktionen der Landespolizei dauerhaft besetzt, so das Innenministerium.
Tesch war demnach bislang im Innenministerium Leiter des Referats Kriminalitätsbekämpfung, internationale polizeiliche Zusammenarbeit sowie polizeiliche und gesamtgesellschaftliche Prävention.
Das LPBK ist eine obere Polizei- und Katastrophenschutzbehörde des Landes, die etwa zuständig ist für die IT- und Kommunikationssysteme sowie die Digitalisierung der Landespolizei und die Beschaffung von Einsatzmitteln, einschließlich Waffen und Munition.
In die Zuständigkeit der Behörde fällt damit auch der Ausfall Tausender Polizei-Smartphones infolge eines Hackerangriffs vergangenes Jahr. Anfang dieses Jahres hatte das Innenministerium mitgeteilt, man rechne im Sommer mit Ersatz.