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Mecklenburg-VorpommernBauern brauchen mehr Geld für Arten- und Klimaschutz

25.10.2021, 03:39 Uhr
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(Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild)

Landwirte im Nordosten sehen gespannt nach Berlin und Schwerin. Sie wollen Klarheit, was nach den Wahlen in Sachen Klima- und Tierschutz auf ihre Betriebe zukommt. Zum Verbandsjubiläum soll in Linstow mit Spitzenpolitikern darüber debattiert werden.

Linstow (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus hat mehr Geld für Bauern gefordert, damit diese Klima- und Artenschutz besser in ihre Arbeit integrieren können. Die bisherigen Vorschläge der EU seien völlig unzureichend, sagte der SPD-Politiker am Montag auf dem Bauerntag in Linstow (Kreis Rostock). 30 Euro pro Hektar für vielfältige Kulturen kritisierte der Minister etwa als unzureichend. "Damit kann man nichts verdienen, damit ist kaum der Aufwand oder Minderertrag ausgeglichen." Backhaus ist derzeit in die Koalitionsverhandlungen für Regierungsbildungen in Berlin und Schwerin eingebunden.

Nach Ansicht des Ministers habe es die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) versäumt, Landwirte mitzunehmen und zu alternativen Formen der Bewirtschaftung zu motivieren. Die auf Drängen Mecklenburg-Vorpommerns von der Agrarministerkonferenz beschlossene Einführung eines staatlichen verpflichtenden Tierwohllabels in Deutschland lobte der Minister dagegen.

Auf dem Bauerntag beraten rund 600 Landwirte aus dem Nordosten unter anderem über aktuelle agrarpolitische Themen wie Klimaschutz, Tierwohl und den Schutz der Weidetiere vor Wölfen. Die Tagung steht im Zeichen des 30-jährigen Bestehens der Interessenvertretung, die nach eigenen Angaben rund 1900 Mitgliedsbetriebe hat.

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