Niedersachsen & Bremen10 Millionen Euro: Niedersachsen bekommt neue Imagekampagne

"Niedersachsen. Klar." – mit diesem Claim präsentiert sich das Land seit gut zehn Jahren. In diesem Sommer könnte sich das ändern.
Hannover (dpa/lni) - Niedersachsen soll nach Plänen der Landesregierung für zehn Millionen Euro eine neue Standortkampagne bekommen. Eine europaweite Ausschreibung steht kurz vor dem Abschluss, wie die Staatskanzlei auf Anfrage bestätigte. Zuerst berichtete die "Nordwest-Zeitung" darüber.
Schon in diesem Sommer soll die Kampagne starten. Die verantwortliche Agentur werde voraussichtlich noch in diesem Monat ausgewählt, hieß es. Die Vorbereitungen für das Projekt liefen seit dem vergangenen Frühjahr.
Das Ziel der Kampagne: "Niedersachsen soll noch attraktiver werden – für diejenigen, die hier wohnen, und für diejenigen, die zum Arbeiten herkommen, oder für die, die hier investieren wollen", erklärte die Staatskanzlei. Im Wettbewerb mit anderen Regionen in Deutschland und der Welt wolle das Land zeigen, wie interessant Niedersachsen für Fachkräfte aus dem In- und Ausland sei und wie gut die Rahmenbedingungen für Investoren und Gründer seien.
Für die Entwicklung und Umsetzung der Kampagne stehen 2026 und 2027 jeweils fünf Millionen Euro zur Verfügung. Gesteuert werden soll die Kampagne von der landeseigenen Innovationsagentur Niedersachsen.next.
Was wird aus "Niedersachsen. Klar."?
Ob der bisherige Slogan "Niedersachsen. Klar." mit dem neuen Vorhaben beerdigt wird, ist noch offen. Die Einführung dieses Claims hatte die damalige Landesregierung 2016 beschlossen. Zuvor warb das Land mit den Slogans "Sie kennen unsere Pferde. Erleben Sie unsere Stärken" und "Land mit Weitblick".
Die Entstehung des Claims "Niedersachsen. Klar." war seinerzeit zum Politikum geworden: Die Opposition warf der Staatskanzlei damals vor, einen SPD-nahen Unternehmer über Jahre hinweg bevorzugt zu haben. Auch ein Untersuchungsausschuss beschäftigte sich mit der Vergabe. Die damalige Landesregierung räumte Fehler im Prozess der Auftragsvergabe ein, wies aber eine manipulative Bevorzugung zurück.
Mit Blick auf die aktuelle Ausschreibung erklärte die Staatskanzlei, das Verfahren werde "rechtssicher durch das Logistik Zentrum Niedersachsen (LZN) begleitet". Das LZN ist als Ausrüster für Dienst- und Schutzkleidung tätig und versorgt die Dienststellen des Landes mit Waren und Dienstleistungen.