Niedersachsen & BremenAnklage gegen 34-Jährigen wegen Mordes nach tödlichem Streit

In Emden eskaliert ein nächtlicher Streit: Eine Frau wird verletzt, ein Mann stirbt später in einer Klinik. Die Staatsanwaltschaft wirft nun einem 34-Jährigen Mord aus niedrigen Beweggründen vor.
Emden (dpa/lni) - Nach einem tödlichen Streit in einem Mehrparteienhaus im ostfriesischen Emden erhebt die Staatsanwaltschaft Aurich Anklage wegen Mordes gegen einen 34 Jahre alten Mann. Der Beschuldigte soll Ende Januar einen 53 Jahre alten Mann bei der Auseinandersetzung mit Schlägen und Tritten so schwer verletzt haben, dass das Opfer kurze Zeit später starb, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Ermittler gehen von niedrigen Beweggründen und Heimtücke aus, was für eine Anklage wegen Mordes spricht. Wann der Prozess am Landgericht Aurich verhandelt wird, ist bislang nicht bekannt.
Nach früheren Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft war es in einer Nacht Ende Januar in dem Mehrparteienhaus zum Streit zwischen dem 34-Jährigen, dem 53-Jährigen und einer 50 Jahren alten Frau gekommen. Alle drei sollen sich gekannt haben. Die zunächst verbale Auseinandersetzung soll dann gewaltsam eskaliert sein. Auch die 50-Jährige soll der 34-Jährige durch Tritte verletzt haben – deswegen lautet die Anklage auch auf gefährliche Körperverletzung. Was der Auslöser für die Auseinandersetzung war, ist nicht bekannt.
Der 53-Jährige kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Dort starb er kurze Zeit später. Die Frau wurde nach früheren Angaben leicht verletzt. Der 34-Jährige wurde kurz nach der Tat festgenommen. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.