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Niedersachsen & Bremen Bremen erhöht Sozialleistungen fürs Wohnen - Mieten legen zu

Anja Stahmann (Grüne), Hamburgs Sozialsenatorin. Foto: Ingo Wagner/dpa/Archiv

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Bremen (dpa/lni) - Menschen mit geringem Einkommen erhalten in Bremen ab sofort mehr Unterstützung bei den Mieten. Für allein Lebende etwa wird der entsprechende Richtwert um 12 Prozent auf 528 Euro erhöht - bezogen auf die Nettomiete und einschließlich der Nebenkosten ohne Heizung und Warmwasser. Dies teilte der Senat am Donnerstagabend mit.

Für Lebensgemeinschaften sind noch höhere Zahlungen möglich. So könne eine bedürftige fünfköpfige Familie 939 Euro erhalten, hier nehme der Standardwert um fast ein Viertel zu. Als Grund für die Anpassungen, die rückwirkend ab März 2020 gelten sollen, nannte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) die auch in der Hansestadt stark gestiegenen Preise am Immobilienmarkt. Neue Anträge müssen Mieter nicht stellen.

Anspruch auf die Sozialleistung haben beispielsweise Menschen, die auf Hartz IV angewiesen sind, Sozialhilfe-Bezieher oder Asylbewerber, die nicht mehr in Gemeinschaftsunterkünften wohnen. Die Mehrausgaben für die neuen Sätze werden auf 2,8 Millionen Euro pro Jahr geschätzt.

Ziel sei es, sicherzustellen, "dass Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen weiterhin angemessenen Wohnraum finden", erklärte Stahmann. "Gleichzeitig wollen wir der Entmischung in arme und reiche Stadtteile entgegenwirken. Wer auf die Unterstützung des Staates angewiesen ist, soll nicht automatisch wegen einer zu hohen Miete aus seinem angestammten Lebensumfeld verdrängt werden."

© dpa-infocom, dpa:210624-99-132638/2

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