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Niedersachsen & Bremen Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen in mehreren Städten

Das Blaulicht eines Polizeifahrzeugs ist zu sehen.

(Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild)

Braunschweig/Lüneburg (dpa/lni) - In vielen Städten Niedersachsens sind am Montagabend erneut Menschen gegen die Corona-Politik auf die Straße gegangen. Es gab auch Gegendemonstrationen. In Braunschweig schätzte die Polizei zunächst eine dreistellige Teilnehmerzahl auf jeder Seite. Aus den Reihen der Gegendemonstration wurde in Braunschweig laut Polizei Pfefferspray eingesetzt. Dabei wurden mehrere Personen verletzt, darunter eine Polizeibeamtin.

In Gifhorn kam es am Montagabend zu Verkehrsbeeinträchtigungen durch Demonstrationen mit mehreren Hundert Teilnehmern. Auch in Goslar, Wolfsburg und Lüneburg hatte sich die Polizei auf Aktionen eingestellt. Über ihre Twitter-Accounts informierte die Polizei am Montag über die Voraussetzungen für Versammlungen sowie über die Auflagen wie Maskenpflicht und Mindestabstände.

In Salzgitter nahmen unter dem Motto "Wir sind die rote Linie" etwa 130 bis 150 Personen an einem Aufzug durch die Innenstadt von Salzgitter Lebenstedt teil, wie die Polizei mitteilte. 15 Menschen versammelten sich bei einer Aktion "Mit Solidarität und Menschlichkeit durch die Krise". Alles sei ruhig verlaufen. "Es kam zu keinen polizeilich relevanten Vorfällen", so ein Polizeisprecher.

Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch (Grüne) wies auf die grundsätzlichen Rechte auf Meinungsäußerungen und Versammlungsfreiheit hin. Beide zählten zu den wichtigsten Gütern. "Auch bei unterschiedlicher Meinung ist es wichtig, dass wir freundlich, friedlich und sachlich miteinander bleiben", betonte sie. Die geltenden Infektionsschutz-Auflagen seien selbstverständlich einzuhalten.

Es gebe Verunsicherung bei vielen Menschen. Dies dürfe bei den Einzelnen aber nicht dazu führen, sich instrumentalisieren zu lassen von Menschen, die die Gesellschaft spalten wollten. Es sei ein bekanntes Phänomen, dass Extremisten versuchten, Phasen größerer Unsicherheit für sich und ihre politischen Ziele auszunutzen.

In ganzen Bereich der Polizeidirektion Lüneburg waren rund 40 Demonstrationen und Gegendemonstrationen angemeldet. Die Polizeidirektion Lüneburg umfasst sechs Polizeiinspektionen und erstreckt sich flächenmäßig über die Landkreise Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen, Celle, Heidekreis, Harburg, Stade und Rotenburg.

Quelle: dpa

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