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Niedersachsen & BremenForschungsstelle Küste künftig in Norddeich

06.11.2021, 03:49 Uhr

Norden (dpa/lni) - Nach der Schließung des traditionsreichen Dienstsitzes der Forschungsstelle Küste Anfang dieses Jahres auf Norderney ist nun ein neuer Standort am Festland gefunden worden. Ab Ende 2024 sollen die Forscherinnen und Forscher des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in einem Neubau direkt hinter dem Deich im Ortskern von Norddeich (Landkreis Aurich) arbeiten. Den Bau des neuen Gebäudes übernimmt allerdings nicht das Land, sondern die dort ansässige Reederei Norden-Frisia, wie am Samstag bekannt wurde. Die Forschungsstelle soll künftig als Hauptmieter in dem Mehrzweck-Neubau einziehen.

Umweltminister Olaf Lies (SPD), NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer und Reederei-Vorstand Carl-Ulfert Stegmann unterzeichneten dazu am Samstag in Norden eine Absichtserklärung. Der Mietzeitraum ist auf mindestens 20 Jahre angelegt. Das Investitionsvolumen für den Neubau schätzt die Reederei auf mindestens neun Millionen Euro.

Mit dem Neubau in Hafennähe sei nicht nur eine Lösung für die Unterbringung der NLWKN-Mitarbeiter gefunden worden, sagte Umweltminister Lies. Mit ihm gewinne die Forschungsstelle auch an Sichtbarkeit und werde so helfen, die Herausforderungen für die Anpassung an Folgen eines sich ändernden Klimas bewusst zu machen. Zudem sei der neue Sitz auch etwa für Forscher anderer Hochschulen besser erreichbar.

Die Forschungsstelle Küste (FSK), die es seit rund 80 Jahren gibt, berät die Landesregierung zu Fragen beim Küsten- und Naturschutz. Wegen maroder Gebäude war der Dienstsitz auf Norderney geschlossen worden. Die rund 25 Angestellten sind nun in einem Behelfsquartier in Norden untergebracht. An der Schließung hatte es zuletzt auch Kritik gegeben - unter anderem von den Angestellten und der Stadt Norderney, die die Einrichtung lieber weiter auf der Insel gesehen hätten.

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