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Niedersachsen & BremenKann ein Schiff ein Bauwerk sein?: Ärger wegen Schulschiffs

16.12.2021, 12:59 Uhr
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(Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild)

Bremerhaven (dpa/lni) - Der Großsegler "Schulschiff Deutschland" ist an seinem neuen Liegeplatz in Bremerhaven nicht bei allen willkommen. Es gebe Beschwerden von Anwohnern des Neuen Hafens, weil das Heck des Schiffes ihnen die Sicht versperre, sagte ein Sprecher der Stadt am Donnerstag. Über den Konflikt haben auch die "Nordsee-Zeitung" und das Regionalmagazin "buten un binnen" von Radio Bremen berichtet.

Die Stadt müsse prüfen, ob der Dreimaster an seinem Liegeplatz der Hafenordnung oder der Bauordnung unterliege, sagte der Sprecher. Der Anwalt der Anwohner argumentiere, die "Schulschiff Deutschland" liege dauerhaft am Kai und werde über fest installierte Leitungen versorgt. Damit sei sie ein Bauwerk und brauche eine Baugenehmigung. Vor deren Erteilung müssten wiederum die Anwohner gefragt werden. Ein Ergebnis der Prüfung steht demnach noch aus.

Alternativ könnte das 94 Jahre alte Ex-Schulschiff der Handelsmarine um 30 Meter verlegt werden, wo es vor einem Bürogebäude weniger stört. Die "Schulschiff Deutschland" hatte bis August in Bremen-Vegesack an der Weser gelegen. Dann wurde sie nach Bremerhaven verlegt, weil ihr Trägerverein sich dort mehr Besucher erhoffte. Die Seestadt wollte einen Großsegler als Touristenattraktion.

© dpa-infocom, dpa:211216-99-407157/2

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