Niedersachsen & BremenNahverkehr in Niedersachsen steht vielerorts still

Fahrer und Fahrerinnen von Bussen und Bahnen sind in Niedersachsen zum Warnstreik aufgerufen. Vor allem Städte sind betroffen.
Hannover (dpa/lni) - Der zweitägige Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr in Niedersachsen hat wie geplant begonnen. Das bestätigte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Morgen. Hintergrund ist der festgefahrene Tarifkonflikt mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV).
Ob die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsunternehmen in allen Regionen an dem Warnstreik teilnehmen, war zunächst offen, da noch Rückmeldungen ausstanden, hieß es von Verdi. In und um Hannover sollten etwa von 3.00 Uhr früh am Montag bis 3.00 Uhr am Mittwoch kaum bis keine Busse und Stadtbahnen fahren, wie auch die Betreiber Üstra und Regiobus mitteilten.
Das trifft neben Pendlern und Schülern auch Besucher der Hannover Messe, die heute beginnt. Zu der weltweit beachteten Industriemesse kommen Besucher stattdessen mit Shuttle-Bussen, Taxen und S-Bahnen. Die Züge waren laut einem Reporter der Deutsche Presse-Agentur außerordentlich voll. Reisende wurden mit englischsprachigen Schildern über den Weg zur Messe informiert.
Auch in Braunschweig, Göttingen, Goslar, Wolfsburg, Delmenhorst, Hildesheim, Osnabrück oder Lüchow-Dannenberg sollte der Nahverkehr stillstehen, wie es von den Betreibern vorab hieß.
Die Tarifverhandlungen waren auch in der dritten Runde ohne Ergebnis geblieben. Die Arbeitgeberseite hatte nach eigenen Angaben zuletzt mehr Urlaub, mehr Urlaubsgeld, höhere Sonntagszuschläge sowie 2,8 Prozent mehr Entgelt angeboten.