Niedersachsen & BremenMann versprüht Pfefferspray in Stadtbahn – zwölf Verletzte

Ein Betrunkener sprüht an einer Haltestelle in Hannover Reizgas in eine Stadtbahn. Das hat gesundheitliche Folgen für etliche Fahrgäste.
Hannover (dpa/lni) - Ein betrunkener Mann hat in einer Stadtbahn in Hannover Reizgas versprüht und zwölf Menschen verletzt. Einsatzkräfte nahmen den 55 Jahre alten Tatverdächtigen kurz nach dem Vorfall am Ostersonntag an einer Haltestelle fest, wie die Polizei mitteilte.
Nach Zeugenaussagen stand der Mann an der Stadtbahn-Haltestelle "Vier Grenzen" am hinteren Wagen der Linie 7 und sprühte Pfefferspray in das Innere der Stadtbahn. Er blieb demnach dann auf dem Bahnsteig stehen, während die Bahn weiter fuhr.
Verletzte leiden unter starken Hustenanfällen
Die Fahrgäste alarmierten den Fahrer und riefen die Polizei. Insgesamt erlitten zwölf Personen im Alter zwischen vier und 53 Jahren Reizungen der Lunge, des Halses sowie der Augen, wie die Polizei weiter mitteilte. Rettungskräfte versorgten die Verletzten, die unter starken Hustenanfällen litten, vor Ort.
Die Polizei nahm den 55-Jährigen direkt am Tatort fest. Zeugen zeigten den Beamten das Versteck, in dem der Tatverdächtige das Reizgas nach dem Angriff deponiert hatte. Ein Atemalkoholtest bei dem Mann ergab einen Wert von 2,27 Promille. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen.
Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung
Der 55-Jährige erklärte, er habe sich beim Einsteigen bedrängt gefühlt. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.