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Niedersachsen & BremenStatistik: Weniger junge Kriminelle in Niedersachsen

30.06.2026, 11:50 Uhr
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(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Wenn junge Menschen Tatverdächtige werden, sieht die Gesellschaft besonders aufmerksam hin. Die Zahlen sinken, aber nicht überall gleich stark.

Hannover (dpa/lni) - Junge Menschen im Alter unter 21 Jahren in Niedersachsen sind im vergangenen Jahr laut einer Statistik seltener kriminell geworden - allerdings ist der Rückgang bei Fällen von Körperverletzung oder Raub weniger deutlich.

Laut polizeilicher Kriminalstatistik seien zu 56.643 aufgeklärten Fällen junge Tatverdächtige ermittelt worden - 9,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, teilte das Landeskriminalamt mit.

Die Kriminalstatistik bildet laut Landeskriminalamt das polizeilich bekannte Hellfeld ab, ein vollständiges Abbild der Kriminalität bietet sie nicht.

Die Zahl der jungen Tatverdächtigen sank von 47.325 auf 45.173, ein Rückgang um 4,55 Prozent. Etwa drei Viertel der Tatverdächtigen waren junge Männer.

Bei den sogenannten Rohheitsdelikten - wie etwa Körperverletzung oder Raub - sank die Zahl junger Tatverdächtiger um 3,4 Prozent auf 15.243. Die Zahl tatverdächtiger Kinder bis 14 Jahren blieb laut den Zahlen fast gleich: Im vergangenen Jahr wurden 1.329 Tatverdächtige ermittelt, ein Jahr zuvor waren es 1.332.

Einen Rückgang gab es bei Messerangriffen: Im vergangenen Jahr wurden 645 junge Verdächtige ermittelt - nach 718 ein Jahr zuvor. Bei Kindern allerdings stieg die Zahl leicht von 121 auf 130.

Besonders deutlich war der Rückgang bei Fällen von Diebstahl: Die Zahl der jungen Verdächtigen sank den Angaben zufolge um 12,55 Prozent auf 11.738.

Die Zahl minderjähriger Opfer von Straftaten ging demnach im vergangenen Jahr um 1,52 Prozent auf 24.419 zurück.

"Der Rückgang der Fall- und Tatverdächtigenzahlen ist erfreulich, aber kein Grund zur Entwarnung", sagte Thorsten Massinger, der Präsident des Landeskriminalamts. "Hinter den Zahlen stehen weiterhin junge Menschen, die früh mit Gewalt in Berührung kommen - als Tatverdächtige ebenso wie als Opfer." Massinger betonte, Polizei sei ein wichtiger Teil des Netzwerks, könne allein "Jugenddelinquenz allerdings nicht lösen".

Quelle: dpa

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