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Berlin & BrandenburgGEW prüft Volksbegehren für kleinere Klassen in Berlin

30.06.2026, 12:33 Uhr
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Volle Klassen und überlastete Lehrkräfte – jetzt prüft die Bildungsgewerkschaft GEW ein Volksbegehren, um das zu ändern. Was noch geklärt werden muss.

Berlin (dpa/bb) - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Berlin macht sich für kleinere Klassen stark und prüft, ob ein Volksbegehren dazu möglich wäre. "Zu viele Kinder sitzen in zu großen Klassen. Lehrkräfte und pädagogische Beschäftigte arbeiten seit Jahren an der Belastungsgrenze", teilte der Berliner GEW-Vorsitzende Gökhan Akgün mit. "Das ist nicht nur ein Problem für die Beschäftigten, sondern vor allem für die Kinder."

"Wir wollen prüfen, ob wichtige Standards für Berliner Schulen dauerhaft gesetzlich abgesichert werden können", ergänzte er. Unter anderem soll zunächst geklärt werden, welche Forderungen durch ein Gesetz regelbar wären, welche das Potenzial hätten, eine breite gesellschaftliche Unterstützung zu gewinnen und welche Erfahrungen aus bisherigen Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheiden in Berlin als Vorbild dienen können.

Die Bildungsverwaltung begrüßte die Ankündigung der GEW: "Jede Initiative, die zu einer Verbesserung der Bildungsqualität in Berlin beitragen will, ist willkommen", teilte sie mit. Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch ergänzte: "Wir teilen das Ziel, die Lern- und Arbeitsbedingungen an unseren Schulen weiter zu verbessern. Deshalb begrüße ich jede Initiative, die dieses Anliegen unterstützt."

Bildungsverwaltung will gemeinsame Gespräche fortsetzen

"Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass nachhaltige Veränderungen dort entstehen, wo Partner verlässlich zusammenarbeiten und an gemeinsam vereinbarte Prozesse anknüpfen", so die CDU-Politikerin. "Genau dafür haben wir erst vor wenigen Wochen eine wichtige Grundlage geschaffen - und genau diesen Weg werden wir konsequent weitergehen."

Nach Angaben der Bildungsverwaltung sei durch diese Vereinbarung mit der GEW bereits ein erster verbindlicher Schritt zu kleineren Klassen erreicht worden. Außerdem gebe es die Vereinbarung, die Gespräche im kommenden Schuljahr fortzusetzen und weitere Verbesserungen gemeinsam zu entwickeln.

Erst vor wenigen Wochen haben die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und die GEW eine gemeinsame Vereinbarung geschlossen, mit der ein erster verbindlicher Schritt hin zu kleineren Klassen erreicht wurde. Zugleich wurde vereinbart, die Gespräche im kommenden Schuljahr fortzusetzen und weitere Verbesserungen gemeinsam zu entwickeln.

Quelle: dpa

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