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Niedersachsen & Bremen"So ein Chaos": Hagel und Starkregen in Niedersachsen

14.07.2026, 07:00 Uhr
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Erst die Hitze, dann folgen Unwetter: In Niedersachsen ziehen Gewitter mit Hagel und Starkregen über das Land. Zentimetergroße Hagelkörner sorgen besonders in einem Ort für Zerstörungen.

Heidenau/Hannover (dpa/lni) - Schwere Unwetter sind über Teilen Niedersachsens niedergegangen. Nach Polizeiangaben gingen in dem Bundesland allein von Montagabend um 21.00 Uhr bis 1.00 Uhr in der Nacht rund 250 Notrufe wegen des Unwetters ein. Die Feuerwehr rückte gut 600 Mal aus. In Heidenau im Landkreis Harburg gab es einen massiven Hagelschauer.

Autos und Dächer beschädigt

Dabei fielen in dem Ort zentimetergroße Hagelkörner. Diese zertrümmerten unter anderem die Scheiben von Autos und schlugen Dellen in den Lack. Auf Videos aus Heidenau war zu sehen, dass auch Dächer teils stark beschädigt wurden.

"Es hat alles kaputt gemacht", sagte eine Anwohnerin einem dpa-Reporter zu dem ungewöhnlich starken Hagel. Die großen Körner seien über ihr Mehrfamilienhaus und den Balkon gezischt. "Es ist nichts mehr heile, es regnet durch durchs Dach, in die Wohnungen rein." Das nagelneue Auto ihres Mitbewohners sei nun "Schrott". "Ich wohne jetzt 18 Jahre in Heidenau, ich habe so was noch nie erlebt, so ein Chaos", berichtete die Frau.

Starkregen im Raum Hannover

Zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst in Teilen Norddeutschlands vor Unwettern gewarnt. In Niedersachsen sollten demnach die Landkreise Cuxhaven, Stade, Harburg Diepholz, Verden und Nienburg/Weser betroffen sein.

In der Region Hannover und später auch im Stadtgebiet setzte heftiger Starkregen zahlreiche Keller, Tiefgaragen und Aufzugsschächte unter Wasser. "Alle Ortsfeuerwehren, alle Kräfte, die zur Verfügung stehen, haben wir im Einsatz", sagte ein Feuerwehrsprecher. Selbst Dienstfreikräfte seien alarmiert worden. Insgesamt waren demnach rund 300 Einsatzkräfte aller 17 Ortsfeuerwehren in der Nacht im Einsatz, um die vielen Notrufe nach und nach abzuarbeiten.

Wasser steht in Celler Tiefgarage bis zu 30 Zentimeter hoch

Zunächst traf das Unwetter vor allem die Region Hannover. Ab etwa 22.45 Uhr seien dann auch aus dem Stadtgebiet immer mehr Notrufe eingegangen, sagte der Sprecher. Vereinzelt rückten die Einsatzkräfte auch wegen umgestürzter Bäume und eines mutmaßlichen Blitzeinschlags aus. Wie viele unwetterbedingte Einsätze es insgesamt gab, konnte die Feuerwehr zunächst nicht genau sagen.

In Celle löste eine Gewitterfront mit Starkregen 21 Feuerwehreinsätze aus. Nach Angaben der Feuerwehr begannen die Einsätze gegen 23.00 Uhr, mehrere Kellerzugänge und eine Straße standen unter Wasser. Kurz darauf gingen weitere Notrufe ein, in den meisten Fällen war Wasser in Keller eingedrungen. In einer Tiefgarage stand das Wasser stellenweise bis zu 30 Zentimeter hoch.

Quelle: dpa

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