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Niedersachsen & BremenZahlreiche Unfälle in Niedersachsen durch Schnee und Glätte

10.01.2026, 13:23 Uhr
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Eingeschneite und spiegelglatte Straßen haben in Niedersachsen zu vielen Unfällen geführt. Rettungsdienste und Polizei waren im Dauereinsatz – teils gab es Schwerverletzte.

Hannover/Bremen (dpa/lni) - Wegen Schnee und Glätte ist es in Niedersachsen zu zahlreichen Unfällen gekommen. Nach Angaben der Polizeidirektion Osnabrück sorgte das Wetter allein in ihrem Einsatzgebiet von den Ostfriesischen Inseln bis zum Teutoburger Wald von Donnerstagabend bis Samstagmorgen für 140 Einsätze. Davon waren knapp 70 Unfälle mit überwiegend glimpflichem Ausgang. Auf den Autobahnen 1 und 7 wurden zwei Menschen bei Unfällen schwer verletzt.

In Neudersum (Landkreis Emsland) kam am Freitagabend ein 42-Jähriger infolge einer Schneeböe mit seinem Wagen von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Der Mann blieb unverletzt, die 47-jährige Beifahrerin kam hingegen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Von Freitagabend (20.00 Uhr) bis Samstagfrüh (6.00 Uhr) verzeichnete die Polizei knapp zehn Unfälle im Landkreis Emsland und 15 in der Stadt und Region Osnabrück.

"Die Bürgerinnen und Bürger haben sich wirklich gut auf die Wetterlage vorbereitet und waren umsichtig", wird ein Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück in einer Mitteilung zitiert.

In Osnabrück rutschte am Abend ein Bus an einer Haltestelle ab und prallte gegen einen Baum. Der Busfahrer wurde leicht verletzt. Der Linienverkehr im Stadtgebiet und der Nachtverkehr in Osnabrück wurden am Samstagabend eingestellt. Derzeit seien die Hauptstraßen dort wieder frei, Steigungen und Wendepunkte jedoch bisher nicht befahrbar. Die Linien 273, 274 und N276 seien den ganzen Tag nicht befahrbar, teilte die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück mit.

Zwei Schwerverletzte auf der A1 und A7

Im Bereich der Polizeidirektion Lüneburg kam es von Freitagabend (20.00 Uhr) bis Samstagmorgen (6.00 Uhr) zu knapp 55 witterungsbedingten Unfällen. Zwei Menschen wurden bei Unfällen auf der A1 zwischen Heidenau und der Raststätte Ostetal sowie auf der A7 zwischen Evendorf und Bispingen schwer verletzt. Fünf weitere Menschen erlitten leichte Verletzungen.

In der Stadt und in der Region Hannover hat die Polizei von Freitagabend bis Samstagmorgen 21 witterungsbedingte Unfälle registriert. Dabei entstanden einem Polizeisprecher zufolge vor allem Blechschäden, niemand wurde verletzt. Die Beamten der Polizeidirektion Oldenburg registrierten in ihrem Einsatzgebiet von Freitagabend bis Samstagmorgen 27 teils witterungsbedingte Unfälle. Ein Beteiligter erlitt leichte Verletzungen.

Fahrzeuge steckten fest

In Wilhelmshaven und im Landkreis Friesland sorgten Schneeverwehungen für 56 Einsätze ohne Verletzte. Zahlreiche Straßen waren laut Polizei zeitweise blockiert gewesen, da Autos und Lastwagen feststeckten oder quer auf der Fahrbahn standen. Teilweise seien Straßen über mehrere Stunden nicht passierbar gewesen. Im Verlauf der Nacht zum Samstag wurden die Fahrbahnen laut Polizei nach und nach geräumt, festgefahrene Fahrzeuge konnten geborgen werden. Dabei unterstützen Landwirte mit ihren Traktoren.

Aufgrund der Witterung kam es bei Jever zu vier Verkehrsunfällen, im Bereich Varel krachte es ebenfalls viermal und im Bereich Wilhelmshaven gab es laut Polizei zwölf Unfälle.

Unpassierbare Straßen wegen Schnee

Im Landkreis Oldenburg vermeldete die Polizei von Freitagmorgen bis Samstagvormittag wegen des Wetters 21 Unfällen. Vier Menschen wurden leicht verletzt, in den meisten Fällen entstanden nur Blechschäden. Auch hier machte der Wind viele Straßen durch Schneewehen unpassierbar. Mehrere Fahrzeuge blieben stecken und konnten vorerst nicht befreit werden. Die Betroffenen konnten der Polizei zufolge jedoch eigenständig ihren Heimweg antreten und blieben unverletzt.

Nach Angaben einiger Polizeidirektionen in Niedersachsen folgten in der Nacht zum Samstag und am frühen Morgen jedoch viele Verkehrsteilnehmer den Empfehlungen der Polizei und blieben Zuhause oder fuhren vorsichtig.

Quelle: dpa

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