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Nordrhein-WestfalenAnteil der Ökoenergien am Verbrauch so hoch wie noch nie

17.02.2026, 10:30 Uhr
Windraeder-im-Sauerland

Ob ein Windrad am Waldrand oder Photovoltaik-Anlagen auf dem Hausdach: Erneuerbare Energien sind unübersehbar in NRW. Das macht sich auch in einer Energiestatistik bemerkbar.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Ökoenergien gewinnen bei der Deckung des täglichen Energiebedarfs weiter an Bedeutung. Wie das Landesstatistikamt in Düsseldorf mitteilte, betrug der Anteil von Erneuerbaren am sogenannten Primärenergieverbrauch in NRW im Jahr 2023 8,6 Prozent und damit 1,4 Prozentpunkte mehr als 2022. So hoch war der Wert in der 1990 begonnenen Statistik noch nie. Aktuellere Zahlen lagen nicht vor.

Mit Primärenergie ist die Energiemenge vor ihrer ersten Umwandlung gemeint, etwa von Kohle zu Strom. Bei der Primärenergie geht es also nicht nur um den reinen Energieverbrauch in den Haushalten und Firmen, sondern auch um die bei der Umwandlung und beim Transport verlorene Energie.

Der Ökoanteil steigt seit langem, Grund ist der starke Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen. 2016 hatte der Erneuerbaren-Anteil noch 4,8 Prozent betragen, 2006 nur 3,4 Prozent und 1996 0,5 Prozent des Primärenergieverbrauchs in NRW.

Dass 2023 der Ökoanteil deutlich stärker stieg als in den Jahren zuvor, dürfte aber auch an der schwachen Konjunktur gelegen haben - die Industrie verbrauchte weniger Energie aus Kohle und Gas. Den Angaben zufolge lag der Primärenergieverbrauch in dem bevölkerungsreichsten Bundesland damals bei 2.787 Petajoule, das waren 10,3 Prozent weniger als 2022. Es wurden deutlich weniger Kohle, Gas und Öl verbrannt als zuvor.

Quelle: dpa

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