Nordrhein-WestfalenErschütternder Cold Case um tote Babys im TV

Zwei tote Babys werden 1999 und 2005 in Rucksäcken gefunden. Sie waren Geschwister. Nun hofft die Polizei auf Hinweise durch "Aktenzeichen XY".
Köln (dpa/lnw) - Im Fall zweier vor Jahren getöteten Geschwister unternimmt die Cold-Case-Abteilung der Kripo Dortmund einen neuen Anlauf, die Täter noch finden. 1999 wurde in Dortmund die Leiche eines neugeborenen Mädchens gefunden, 2005 in Krefeld die eines Jungen. DNA-Untersuchungen ergaben später, dass die beiden Kinder Geschwister waren. Die Fälle sollen am kommenden Mittwoch (3. Juni/20.15 Uhr) in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" vorgestellt werden.
Das höchstens zwei Wochen alte Mädchen wurde am 25. Dezember 1999 in einem Rucksack im Schulte-Witten-Park in Dortmund entdeckt. Es starb laut Polizei durch Gewalteinwirkung. Der neugeborene Junge wurde am 11. Mai 2005 in Krefeld nahe dem Hauptbahnhof ebenfalls in einem Rucksack gefunden.
Wenige Tage später gingen bei der Polizei drei anonyme Briefe ein. Die Verfasserin behauptete darin, die Mutter des Jungen zu sein. Sprachliche Auffälligkeiten und das verwendete Papier deuteten darauf hin, dass die Schreiberin möglicherweise aus der ehemaligen DDR stammen könnte.
Weitere Fälle aus NRW in der Sendung
In der Sendung soll noch ein weiterer Fall aus Dortmund vorgestellt werden. Dabei geht es um einen versuchten Totschlag nach einem Kneipenstreit am 5. November 2025. Dabei wurde ein 51-Jähriger von einem Unbekannten zusammengeschlagen. Das Opfer ist Monate später noch halbseitig gelähmt und kann nicht sprechen.
In einem weiteren Fall aus dem Jahr 2017 fahndet die Kripo Köln nach einem im Irak geborenen Mann, der unter Verdacht steht, seine damals schwangere 19-jährige Tochter in Köln ermordet zu haben. Kurz nach der Tat flüchtete er in den Irak und informierte von dort aus die Polizei über den Fundort der Leiche. Die Ermittler hoffen in der Sendung auf Hinweise zum heutigen Aufenthaltsort des Gesuchten.