Nordrhein-WestfalenHäftling aus offenem Vollzug verursacht tödlichen Unfall

Ein Häftling im offenen Vollzug soll in Krefeld einen tödlichen Unfall verursacht haben. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Krefeld (dpa/lnw) - Nach einem tödlichen Unfall im Dezember in Krefeld enthüllt ein Bericht an den Rechtsausschuss des Landtags jetzt überraschende Details: Demnach war der mutmaßliche Verursacher ein Häftling aus dem offenen Vollzug. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt.
Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Krefeld erläuterte, geht es juristisch um ein "Rennen gegen sich selbst", also Raserei. Bei dem Unfall am 11. Dezember war der Häftling der JVA Moers-Kapellen leicht verletzt worden, seine Beifahrerin blieb unverletzt. In dem anderen Auto wurde ein 70-Jähriger tödlich verletzt.
Laut dem Bericht des Justizministeriums an den Landtag war der Häftling gegen 16 Uhr in Krefeld viel zu schnell unterwegs, wodurch er die Kontrolle über das Auto verlor und frontal mit dem entgegenkommenden Wagen des 70-Jährigen kollidierte.
Der mutmaßliche Unfallverursacher war wegen einer zu verbüßenden Ersatzfreiheitsstrafe, die von der Staatsanwaltschaft Ravensburg vollstreckt wurde, in der JVA Moers-Kapellen. Nach dem Unfall wurde er vom offenen in den geschlossenen Vollzug verlegt.