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Nordrhein-WestfalenKrasser Küchenbrand - Ausweichplätze für betroffene Bewohner

01.07.2026, 15:10 Uhr
Bei-einem-Feuer-mitten-in-einem-grossen-Mehrfamilienhaus-in-Erkrath-sind-acht-Menschen-verletzt-worden
(Foto: -/Feuerwehr Erkrath/dpa)

Acht Verletzte, zerstörte Wohnungen und eine Unterbringung in Containern. Wann können die Hausbewohner zurück in ihre Wohnungen? Die Polizei ermittelt.

Erkrath (dpa/lnw) - Nach dem gewaltigen Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Erkrath mit acht Verletzten und erheblichen Sachschaden können die Bewohner vorerst nicht zurückkehren. Für die Brandermittlungen sei nach dem Feuer von Dienstagmittag das gesamte Gebäude beschlagnahmt worden, sagte eine Sprecherin der Stadt. Anschließend sei dann die Bauaufsicht an der Reihe.

Deshalb sei noch unklar, wann die Bewohner in das Haus zurückkehren können. Mit Unterstützung des DRK seien für 25 bis 40 Personen Plätze in Containern geschaffen worden. Betroffene Bewohner konnten dort von der Stadt untergebracht und verpflegt werden. Die Container dienten zuletzt als Ausweichmöglichkeit für den Unterricht von Schülern, erklärte die Sprecherin.

Möglicherweise technischer Defekt

Die Polizei hat nach eigenen Angaben keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung. Möglicherweise könnte ein technischer Defekt den Brand verursacht haben, teilte sie mit. Die Ermittlungen würden von einem externen Gutachter wie in solchen Fällen üblich unterstützt. Das Feuer war nach ersten Erkenntnissen der Polizei in der Küche der Brandwohnung ausgebrochen.

Betroffene zunächst in Turnhalle

Laut Feuerwehr sind auch umliegende Wohnungen und der Treppenraum stark in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt 87 Bewohner konnten nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Zunächst wurde eine Betreuungsstelle in einer Turnhalle eingerichtet, da laut Feuerwehr nicht alle Betroffenen anderweitig unterkommen konnten. Dort fanden sich am Abend demnach 29 Menschen ein.

Meterhohe Flammen aus dem Haus

Bei dem Brand schlugen kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr laut einem Sprecher Flammen aus dem zweiten zeitweise bis zum vierten Obergeschoss hoch und auch in den Treppenraum. Feuerwehrleute retteten zwölf Bewohner über ein Baugerüst, tragbare Leitern und den Treppenraum. Acht Personen kamen in Krankenhäuser, darunter drei leicht verletzte Feuerwehrleute.

Quelle: dpa

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