SachsenBachforellen im Erzgebirge soll es wieder besser gehen

Bachforellen brauchen glasklares und sauerstoffreiches Wasser. Sie gelten als Indikator für Wassergüte. Deutsche und tschechische Forscher wollen nun die Bestände in den Erzgebirgsflüssen untersuchen.
Dresden (dpa/sn) - Den Bachforellen in den Flüssen des Erzgebirges soll es wieder besser gehen. Forscher aus Sachsen und Tschechien wollen in einem gemeinsamen Projekt nun die Bestände dieser Salmoniden und ihren Lebensraum untersuchen, teilte die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt mit. Das Ziel bestehe darin, den Zustand der Fische sowie Parasiten zu erfassen. Die Untersuchung erfolgt an insgesamt 80 Standorten in Fließgewässern beiderseits der Grenze.
Zustand der Bachforellen-Population soll ermittelt werden
"Das Erzgebirge hat in den vergangenen Jahrzehnten tiefgreifende Veränderungen erfahren. Historische industrielle Belastungen, umgesetzte Renaturierungsmaßnahmen und die Folgen des Klimawandels prägen die bestehenden Gewässer bis heute. Wir wollen untersuchen, in welchem Zustand sich die Fischgemeinschaften aktuell befinden und welche Faktoren ihre zukünftige Entwicklung beeinflussen", erklärte Projektleiter Petr Blabolil vom Biologischen Zentrum der Tschechischen Akademie der Wissenschaften.
Nach der Kontrolle geht es für die Fische wieder zurück ins Wasser
Partner bei dem Projekt sind zudem die Südböhmische Universität České Budějovice, die Technische Universität Dresden und die Landesstiftung Natur und Umwelt. Bei der Untersuchung werden die Fischbestände mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden erfasst. Jedes gefangene Individuum soll bestimmt, vermessen und gewogen werden. Dann kommt es wieder ins Wasser. Eine Stichprobe von Bachforellen wird auf Parasiten untersucht.