Nordrhein-WestfalenMuslime folgen Einladung zum Fastenbrechen in Staatskanzlei

Die Landesregierung lädt zum gemeinsamen Fastenbrechen in der Staatskanzlei, es kommen Muslime und Christen und feiern gemeinsam.
Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Europaminister Nathanael Liminski (CDU) und Integrationsministerin Verena Schäffer (Grüne) haben in der Staatskanzlei anlässlich des Ramadans das gemeinsame Fastenbrechen mit Musliminnen und Muslimen gefeiert. Nordrhein-Westfalen sei ein Land religiöser und kultureller Vielfalt, das von Einwanderung geprägt sei, hieß es in einer Mitteilung der Staatskanzlei. "Respekt, Toleranz und Solidarität sind Teil unserer Identität." Diese Werte würden derzeit überall im Land durch Einladungen zum gemeinsamen Fastenbrechen gelebt.
Zu der Zusammenkunft kamen zahlreiche Vertreter aus der muslimischen Gemeinschaft, der Kirchen und aus der Politik, darunter Nordrhein-Westfalens Antisemitismusbeauftragte Sylvia Löhrmann (Grüne). Eingeladen hatte Ministerpräsident Hendrik Wüst, der Christdemokrat sagte aus persönlichen Gründen allerdings kurzfristig ab. Unter den Gästen war auch Durmus Genc, der bei dem verheerenden Brandanschlag von Rechtsextremisten 1993 in Solingen fünf Familienangehörige verloren hatte.
Im Ramadan fasten muslimische Männer und Frauen von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Das allabendliche Fastenbrechen wird in Gemeinschaft begangen. Der Fastenmonat Ramadan ist für Musliminnen und Muslime eine besondere Zeit der Besinnung und der Gemeinschaft, in diesem Jahr endet er am 19. März.