Nordrhein-WestfalenNRW verspricht Ukraine weitere Hilfe

Während in NRW Alltag herrscht, kämpfen Ukrainer täglich ums Überleben. Zum Jahrestag der russischen Invasion betont Nordrhein-Westfalen seine Solidarität mit dem angegriffenen Land.
Düsseldorf/Köln (dpa/lnw) - Zum vierten Jahrestag der Invasion Russlands in die benachbarte Ukraine hat die nordrhein-westfälische Landesregierung dem angegriffenen Land weiter Hilfe zugesagt. "Die Ukraine kann sich auf Solidarität aus Nordrhein-Westfalen verlassen", teilte das Land auf der Plattform X mit. NRW habe Hilfsprojekte vor Ort mit rund 12,5 Millionen Euro unterstützt, unter anderem für Winterhilfe in der Partnerregion Dnipropetrowsk. Die Zahl der kommunalen Partnerschaften habe sich von 6 auf 50 fast verachtfacht.
"Die Ukraine ist nicht mehr täglich Top-Thema", teilte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) auf X mit. Vieles sei international seit Kriegsbeginn 2022 passiert. Gerade deshalb stehe NRW weiter fest an der Seite des ukrainischen Volkes. "Es kämpft für sich als Staat, aber auch für die Friedensordnung in Europa & die Rechte souveräner Staaten", so Wüst.
Mehr Unterstützung gefordert
Die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne) forderte von westlichen Staaten und der Bundesregierung eine entschiedenere Unterstützung für die Ukraine. "Während wir in Sicherheit leben, steht sie unter täglichem Beschuss. Diese Realität verpflichtet uns", sagte Neubaur. "Wer verstanden hat, dass die Freiheit der Ukraine untrennbar mit unserer eigenen Sicherheit verbunden ist, darf Unterstützung nicht zögerlich dosieren, sondern muss sie verlässlich, ausreichend und strategisch leisten."
Spenden für die Ukraine werden weniger
Das Hilfsnetzwerk Blau-Gelbes Kreuz in Köln berichtet unterdessen von einer nachlassenden Spendenbereitschaft für die Ukraine. "Es ist weniger geworden, aber es gibt ja immer noch sehr viele, die weitermachen", sagte die Vorsitzende Linda Mai im "Morgenecho" von WDR 5. Auch sie betonte: "Die Sicherheit von Europa wird gerade in der Ukraine entschieden." Die Zivilbevölkerung müsse besonders im derzeitigen Winter weiter unterstützt werden. Ein gespendeter Stromgenerator sei nicht nur eine humanitäre Hilfe, sondern auch eine moralische Unterstützung.
Das Blau-Gelbe Kreuz hat unter anderem Krankenwagen, Tarnnetze, Care-Pakete und Stromgeneratoren organisiert. Seit Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 hat der Verein mehr als 15.000 Stromgeneratoren, rund 5.250 Krankenhausbetten, 6.500 Notfallrucksäcke sowie Trinkwassercontainer und Babyboxen in die Ukraine gebracht.