Nordrhein-WestfalenNeue Fahrzeuge, 3D-Karte: NRW rüstet sich für Katastrophen

2021 sterben 49 Menschen bei der Flut in NRW - fünf Jahre später zieht der Innenminister Bilanz. Was tut das Land inzwischen für den Katastrophenschutz?
Düsseldorf (dpa/lnw) - Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe sieht Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) eine Entwicklung im Katastrophenschutz des Landes. "Wir haben aus den Erfahrungen bei dieser Flutkatastrophe und den Erwartungen, noch besser werden zu wollen, gelernt", sagte Reul in Düsseldorf. 2021 kam es nach extremem Starkregen in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli zu der verheerenden Flut. Dabei kamen allein in Nordrhein-Westfalen 49 Menschen ums Leben.
Seitdem habe das Land zahlreiche Maßnahmen getroffen, um den Katastrophenschutz leistungsfähiger zu machen, so Reul. Unter anderem wurden in der Konsequenz Fahrzeuge und Geräte wie Notstromaggregate, Boote zur Strömungsrettung und mobile Schutzdämme angeschafft. Einige Fahrzeuge wurden dabei speziell für den Einsatz in NRW konzipiert.
"Ich bin sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind, aber fertig sind wir noch lange nicht", sagte Reul. Von 2024 an bis 2032 will das Land Nordrhein-Westfalen insgesamt 225 Millionen Euro in die Beschaffung von Fahrzeugen und Ausstattung zur Brand- und Katastrophenschutz investieren, wie das Innenministerium mitteilte.
3D-Karte zur besseren Einsatzplanung
Um Einsätze besser planen und durchführen zu können, steht Behörden und Organisationen der Gefahrenabwehr in NRW im Intranet des Landes eine 3D-Karte zur Verfügung. Dieses Abbild des Bundeslandes speist sich aus Geoinformationen der Länder, Kommunen und verschiedener Behörden.
Das Tool ermöglicht es, Gelände besser einschätzen zu können, etwa durch Messungen oder Informationen zur Infrastruktur. In Szenarien wie Starkregen, Waldbränden oder Hochwasser können Ressourcen so effektiver genutzt werden.