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Nordrhein-WestfalenNeue Warnstreiks in Kitas und Nachmittagsbetreuung der Awo

06.02.2026, 04:21 Uhr
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Schulen, Hochschulen und Unikliniken sind von Warnstreiks betroffen. Auch bei der Arbeiterwohlfahrt schwelt ein Tarifkonflikt. Was Eltern machen können, wenn Kita oder OGS der Kinder betroffen ist.

Recklinghausen (dpa/lnw) - Die Warnstreiks bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Kindertagesstätten und der Nachmittagsbetreuung an Grundschulen erreichen weitere Regionen von Nordrhein-Westfalen. Das kann nach Einschätzung der Gewerkschaft Verdi insbesondere bei den Kitas Auswirkungen haben.

Wann und wo streiken Awo-Beschäftigte?

Freitag (6. Februar)

Warnstreiks soll es im Ruhrgebiet und im Münsterland geben, betroffen sind Awo-Einrichtungen in Münster, Recklinghausen, Gelsenkirchen, Herne, Bochum und Bottrop. Es geht um Kitas, Ganztags- und Betreuungsangebote an Grundschulen in der OGS sowie um Behindertenhilfe und Beratungsstellen.

Verdi geht davon aus, dass von den über 70 Awo-Kitas in diesen Regionen mehr als die Hälfte geschlossen sind. Zudem gebe es über 100 Offene Ganztagsschulen (OGS) der Awo. Zu möglichen Auswirkungen der Warnstreiks lagen zunächst keine Angaben vor.

Montag (9. Februar)

In Düsseldorf, Wuppertal, Duisburg, Meerbusch und Neuss plant Verdi weitere Warnstreiks bei der Awo NRW in Kitas, OGS, Berufsbildungszentren, Verwaltung, Seniorenzentren und Fachberatungsstellen.

Was empfiehlt das Familienministerium zur Kita?

Eltern sollten Mitteilungen aufmerksam verfolgen, ob das Kita-Angebot des Kindes von angekündigten Streiks betroffen ist. Träger informierten auch über das Angebot von Notgruppen, um die Betreuung für Kinder, deren Eltern zwingend darauf angewiesen sind, sicherzustellen. Hierzu sollten Familien dann möglichst rasch Kontakt mit der Kindertageseinrichtung aufnehmen oder sich an das Jugendamt für alternative Betreuungsmöglichkeiten wenden.

Was rät das Schulministerium zur OGS?

Eltern werden gebeten, die aktuellen Informationen der jeweiligen OGS zu beachten. "Für die Beschäftigten der Träger der außerunterrichtlichen Angebote, etwa in der OGS, sind die jeweiligen Träger vor Ort verantwortlich", heißt es aus dem Ministerium. In den Betreuungsverträgen fänden sich häufig Regelungen zu unvorhergesehenen Ausfällen, wie etwa Notbetreuungen.

Um was geht es bei der Awo?

Im Tarifkonflikt bei der Awo in NRW fordert Verdi 500 Euro brutto mehr monatlich für alle Beschäftigten sowie 300 Euro brutto mehr für Auszubildende. Als völlig überzogen kritisierten die Arbeitgeber die Forderung. Im Durchschnitt entsprächen die Wünsche einer Lohnsteigerung von rund 13 Prozent. In Trägerschaft der AWO befinden sich in NRW aktuell 519 OGS und 840 Kitas. Die zweite Verhandlungsrunde ist für Dienstag (10. Februar) vorgesehen.

Quelle: dpa

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