Nordrhein-WestfalenInternationaler Frauentag: Schäffer äußert sich besorgt

Am 8. März ist Internationaler Frauentag. Familienministerin Schäffer nimmt das zum Anlass, um Sorgen über die Gefährdung von Frauenrechten zu äußern. In NRW wollen tausende Menschen demonstrieren.
Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Familienministerin Verena Schäffer (Grüne) zeigt sich zum Internationalen Frauentag am 8. März besorgt über die Wiederkehr traditioneller Rollenbilder. "Weltweit werden Frauenrechte infrage gestellt oder sogar zurückgenommen, traditionelle Rollenbilder scheinen wieder in Mode zu kommen", sagt Schäffer der dpa.
In Deutschland bestehe ein generelles Ungleichgewicht, was die Arbeitsverteilung zwischen Frauen und Männern angeht. "Studien belegen, dass viele Mütter in Deutschland gerne mehr arbeiten würden, als es ihnen derzeit möglich ist. Gleichzeitig wollen viele Väter mehr Zeit für ihre Familien", sagt Schäffer.
Angekündigte Demos in NRW
Weltweit gehen am 8. März Menschen für Frauen- und Mädchenrechte auf die Straße. In NRW sind bereits für Samstag Demonstrationen geplant. Mit voraussichtlich 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist eine Demo in der Düsseldorfer Innenstadt angekündigt. In Bonn wollen am selben Abend 600 Menschen auf die Straße gehen.
Am Sonntag finden in mehreren NRW-Städten Demos statt. Eine der größten Demonstrationen startet am Heumarkt in Köln unter dem Motto "Patriarchat entwaffnen, feministischen Frieden weltweit schaffen!". 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden laut Polizei erwartet.
In Bonn soll die "Demonstration zum feministischen Kampftag - Der internationale wie lokale Kampf für die Rechte von Frauen" stattfinden und in Bochum die Demonstration "Fauchen statt Fügen – still living feminism". Zu beiden Veranstaltungen werden etwa 750 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet.
2032 soll das Gewalthilfegesetz in Kraft treten
Ab 2032 soll das Gewalthilfegesetz jeder Frau einen Rechtsanspruch auf Schutz vor Gewalt garantieren. Auch an der Umsetzung in NRW werde intensiv gearbeitet, sagt Schäffer. Dabei sei auch der digitale Raum im Blick. "Das Internet und insbesondere soziale Medien sind heute ein alltäglicher und selbstverständlicher Ort, um sich mit anderen auszutauschen. Mädchen und Frauen müssen sich dort sicher bewegen können."