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Nordrhein-WestfalenParfümeriekette Pieper schließt einen Teil ihrer Filialen

25.02.2026, 17:18 Uhr
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Die Parfümerie Pieper steckt in einem Insolvenzverfahren. Jetzt steht fest, welche Standorte dichtgemacht werden sollen.

Herne (dpa/lnw) - Die insolvente Parfümeriekette Pieper verkleinert ihr Filialnetz. Neun Standorte werden in den kommenden Wochen schrittweise geschlossen. Das gab das Unternehmen in einer Mitteilung bekannt. Betroffen sind Filialen in Essen, Dinslaken, Duisburg, Hamm, Hattingen, Mönchengladbach, Viersen sowie zwei in Oberhausen. In den übrigen 113 Geschäften soll der Betrieb weitergeführt werden.

"Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Sie ist jedoch notwendig, um das Unternehmen langfristig zu stabilisieren und eine tragfähige Zukunftsperspektive zu schaffen", sagte Geschäftsführer Oliver Pieper. Die Schließungen betreffen den Angaben zufolge rund 30 Beschäftigte. Diese sollen Weiterbeschäftigungsangebote an den weiterhin bestehenden Standorten erhalten.

Die Stadt-Parfümerie Pieper, wie das Unternehmen eigentlich heißt, hatte im November ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Bochum beantragt. Das Verfahren war am 1. Februar eröffnet worden. Das Unternehmen soll nachhaltig saniert und für die Zukunft neu aufgestellt werden. Das bisherige Management bleibt an Bord. Firmenchef ist Oliver Pieper, der Urenkel der Firmengründerin Anna Pieper.

Pieper gilt als Deutschlands größte inhabergeführte Parfümeriekette. Sie wurde 1931 in Bochum als Seifengeschäft gegründet. Heute sind die meisten Filialen in Nordrhein-Westfalen zu finden, einige auch in Niedersachsen, Bremen und Hamburg. Im Jahr 2022 hatte Pieper nach eigenen Angaben knapp 1.000 Mitarbeiter.

Quelle: dpa

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