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Nordrhein-Westfalen Prozess um tadschikische Terrorzelle des IS gestartet

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(Foto: Martin Gerten/dpa/Archivbild)

Eine Terrorzelle des IS soll im vergangenen Jahr kurz vor ihrem ersten Anschlag in Deutschland gestanden haben. In Neuss bei Düsseldorf sollte ein Islamkritiker ermordet werden. Nun beginnt der Prozess gegen fünf Tadschiken.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Fünf mutmaßliche tadschikische Terroristen des "Islamischen Staats" stehen seit Mittwoch in Düsseldorf vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft wirft den mutmaßlichen Islamisten in ihrer Anklage unter anderem vor, einen Mordanschlag auf einen Islamkritiker in Neuss geplant zu haben.

Die Ermordung eines islamkritischen Youtube-Kanal-Betreibers aus Neuss soll nur knapp durch den Zugriff einer Spezialeinheit verhindert worden sein. Außerdem sollen die Männer zuvor einen Mordauftrag zur Erschießung eines Geschäftsmanns in Albanien angenommen und den IS mit Geld unterstützt haben.

Die Zelle sei von zwei hochrangigen IS-Kadern aus Afghanistan angeleitet worden. Die Angeklagten wohnten zuletzt in Essen, Kreuztal, Neuss, Selfkant und Siegen. Sie sind zwischen 24 und 33 Jahre alt. Der Terrorprozess findet im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts statt.

© dpa-infocom, dpa:210518-99-649136/3

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