Nordrhein-WestfalenRazzia gegen Schleuser und illegale Prostitution

In den Morgenstunden rücken in NRW mehr als 120 Beamte aus. Es geht gegen illegale Prostitution und Menschenschleuser.
Düsseldorf (dpa/lnw) - Mit einer Razzia ist die Bundespolizei in Nordrhein-Westfalen gegen illegale Prostitution und mutmaßliche chinesische Schleuser vorgegangen. Zwei Haftbefehle seien dabei vollstreckt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.
Zu dem Einsatz rückten mehr als 120 Polizisten aus. Die Ermittlungen der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft würden wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern und der Beschäftigung von Ausländern ohne Aufenthaltstitel geführt. Es gehe dabei auch um illegale Prostitution.
Mehr als 120 Einsatzkräfte
Drei Frauen seien der NRW-Polizei übergeben worden. Sie sollen sich illegal in Deutschland aufgehalten und prostituiert haben. Schwerpunkt der Razzia waren das Rheinland und das Ruhrgebiet. Durchsucht wurde in Düsseldorf, Langenfeld, Viersen, Oberhausen, Hattingen und Essen. Auch Bargeldspürhunde der Bundeszollverwaltung kamen dabei zum Einsatz. Polizisten hätten insgesamt sieben Objekte durchsucht.
Die Maßnahmen richteten sich den Angaben zufolge gegen ein mutmaßliches Netzwerk illegaler Prostitution in sogenannten Tagesterminwohnungen. Beschuldigt würden drei Chinesinnen und ein Chinese im Alter von 42 bis 59 Jahren.
Zwei Haftbefehle vollstreckt
Sie sollen zahlreichen Landsleuten ohne erforderlichen Aufenthaltstitel die Prostitution ermöglicht haben, unter anderem durch das Bereitstellen von Räumen und das Schalten von Anzeigen auf Erotikplattformen.
Bei den Durchsuchungen vollstreckten die Ermittler zwei Haftbefehle. Die Festgenommenen seien einem Haftrichter vorgeführt worden, der Untersuchungshaft angeordnet habe. Zudem seien Vermögenswerte von rund 13.000 Euro sowie umfangreiche Beweismittel wie Mobiltelefone und Speichermedien sichergestellt worden.