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Nordrhein-WestfalenSchwebebahn-Jubiläum: Münze kommt spät, Briefmarke bald

04.01.2026, 04:32 Uhr
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Eine Sammlermünze mit blauem Wagen und dem kleinen Elefanten Tuffi ist seit längerem angekündigt. Sie kommt - aber anders als gedacht. Die Deutsche Post ist mit einer Sonderbriefmarke schneller.

Berlin/Bonn/Wuppertal (dpa/lnw) - Die einzigartige Wuppertaler Schwebebahn wird in ihrem Jubiläumsjahr sowohl mit einer Sonderbriefmarke als auch mit einer Sammlermünze geehrt. Allerdings ist die Silbermünze "125 Jahre Wuppertaler Schwebebahn" mit einigen Monaten Verspätung erst nach dem Jubiläumstag der Schwebebahn am 1. März 2026 zu haben und das auch nur zu einem höheren Preis als ursprünglich geplant.

Hoher Silberkurs hinterlässt Spuren

Die Sammlermünze werde am 20. August 2026 herausgegeben, wie eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums der dpa sagte. Sie verweist auf eine Übersicht, in der die geplante Sammlermünze zur Wuppertaler Schwebebahn in der Rubrik der 35-Euro-Sammlermünzen aus Sterlingsilber aufgeführt wird.

Wird fast doppelt so teuer

Die Bundesregierung hat ursprünglich beschlossen, eine 20-Euro-Sammlermünze "125 Jahre Wuppertaler Schwebebahn" prägen zu lassen. Ursprünglich war außerdem der 22. Januar 2026 als Ausgabetermin für die Sammlermünze angekündigt worden - also noch vor dem Jubiläumstag.

Das Bundesfinanzministerium rückte Mitte Oktober 2025 davon aber ab. "Infolge des starken Anstiegs des Silberpreises liegt der Materialwert der deutschen 20-Euro- beziehungsweise 25-Euro-Silbermünzen zwischenzeitlich deutlich über dem jeweiligen Nennwert", hieß es damals zur Begründung.

Briefmarke für das Wahrzeichen

Die Deutsche Post gibt am 8. Januar 2026 eine Sonderbriefmarke für das Wahrzeichen der Stadt heraus. Der Portowert beträgt 95 Cent, wie der Konzern DHL miteilte. Das Sonderpostwertzeichen "Wuppertaler Schwebebahn" aus der Serie "Zeitreise Deutschland" werde am kommenden Donnerstag vorgestellt.

Ein Elefant darf auf Münze nicht fehlen

Der Entwurf der Sammlermünze des Berliner Künstlers Heinz Hoyer zeige einen blauen Gelenktriebwagen der aktuellen Baureihe bei der Ausfahrt aus der Schwebebahnstation Hauptbahnhof, hatte das Bundesfinanzministerium mitgeteilt. Im unteren Teil des Bildes ist auch ein kleiner Elefant zu sehen, der an den Sturz des Zirkustieres Tuffi aus der Schwebebahn in die Wupper vor rund 75 Jahren erinnert. "Die Münze würdigt das weltweit einzigartige Verkehrsmittel und weltberühmte Wahrzeichen der Stadt Wuppertal."

Schwebebahn ist älter als die Stadt

Vor bald 125 Jahren, am 1. März 1901, ist die Schwebebahn in Betrieb genommen worden. Damals gab es die Stadt Wuppertal noch nicht. Barmen, Elberfeld, Vohwinkel und weitere Kommunen wurden 1929 zu einer Stadt vereinigt. Die ersten Passagiere der Schwebebahn waren Kaiser Wilhelm II. und seine Gemahlin Auguste Viktoria bei einer Sonderfahrt am 24. Oktober 1900 auf einem Teilstück der letztlich 13,3 Kilometer langen Schwebebahntrasse.

Für das System Schwebebahn, das der Zuckerfabrikant Eugen Langen entwarf, war die Sonderfahrt mit dem Kaiser jedoch kein Durchbruch. In den Metropolen rückten U-Bahnen in den Fokus. Nach dem System Langen ging in Dresden am 6. Mai 1901 eine Bergbahn in Betrieb, mehr Projekte wurden nicht umgesetzt.

Quelle: dpa

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