Nordrhein-WestfalenSparkasse nach Tresor-Einbruch wieder im Regelbetrieb

Der Tresorraum bleibt nach dem spektakulären Kriminalfall als Tatort gesperrt. In der Filiale in Gelsenkirchen-Buer kehrt aber Normalität ein: Nun können auch wieder Beratungsgespräche geführt werden.
Gelsenkirchen (dpa/lnw) - Sechs Wochen nach dem spektakulären Millionen-Einbruch in den Tresorraum einer Sparkasse in Gelsenkirchen läuft der Filialbetrieb seit heute morgen wieder regulär. Zwar bleibe der Tresorraum aufgrund laufender Ermittlungen weiterhin als Tatort gesperrt.
Zusätzlich zum bereits seit vergangener Woche geöffneten Kassenbereich sei aber nun auch der Beratungsbereich wieder in vollem Umfang nutzbar, teilte die Sparkasse mit. Kunden und Kundinnen könnten ihre finanziellen Anliegen nun wieder wie gewohnt persönlich in der Filiale besprechen.
Den geschädigten Schließfachkunden steht seit vergangener Woche an einem anderen Standort eine Servicestelle zur Verfügung. Dort seien bereits zahlreiche Gespräche geführt worden, teilte die Sparkasse mit. Viele Kunden und Kundinnen würden allerdings ihre Unterlagen auch digital einreichen, so der Gelsenkirchener Sparkassenchef Michael Klotz. Beides sei möglich.
Zu den Tätern fehlt weiter eine heiße Spur
Bei dem Einbruch Ende Dezember hatten die Täter mehrere Sicherheitssysteme überwunden und sich direkt in den Tresorraum der Sparkassen-Filiale gebohrt. Dort räumten sie rund 3.100 Kundenschließfächer aus. Der Gesamtschaden wurde kurz nach dem Einbruch von der Polizei auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag geschätzt, er könnte aber auch noch wesentlich höher liegen.
Seither sucht die Polizei nach den unbekannten Tätern - bislang ohne großen Durchbruch. Die Auswertung der umfangreichen Spuren und die Befragung der Geschädigten dauere an, so ein Sprecher der Polizei.