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Nordrhein-WestfalenStaureichster Tag des Jahres? Viel los auf den Autobahnen

13.05.2026, 05:01 Uhr
Hohe-Staugefahr-Der-Start-in-das-Himmelfahrts-Wochenende-war-vor-einem-Jahr-der-staureichste-Tag-des-Jahres

Wenn Lastwagen, Pendler und Kurzurlauber gleichzeitig unterwegs sind, drohen auf den Autobahnen lange Staus. Zum Start in das Himmelfahrts-Wochenende könnte es sogar einen Stau-Rekord geben.

Köln (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalen droht zum Start in das lange Himmelfahrts-Wochenende einer der staureichsten Tage des Jahres. ADAC und Autobahn GmbH rechnen vor allem am Mittwochnachmittag mit extrem viel Betrieb auf den Straßen. Denn dann sind Kurzurlauber und Pendler gleichzeitig unterwegs.

Im vergangenen Jahr erreichten die Staus auf den nordrhein-westfälischen Autobahnen laut ADAC am Mittwoch vor Himmelfahrt den Jahreshöchstwert mit 1.878 Kilometern. Selbst zum Start in die Sommerferien gab es nicht so viel Verkehr wie vor dem Himmelfahrts-Wochenende.

Rund um das Kreuz Kaiserberg in Duisburg und auf der A61 in Mönchengladbach sorgen am Wochenende außerdem Vollsperrungen für zusätzliche Staugefahr.

Besser erst Mittwochabend oder Donnerstag losfahren

Besonders heftig wird es absehbar am Nachmittag, wenn die ersten Wochenend-Urlauber und die Pendler gleichzeitig auf den Straßen sind. "Zwischen 13.00 und 18.00 Uhr rechnen wir vor allem im Großraum Köln und im Ruhrgebiet mit massiven Verkehrsstörungen", sagte der Leiter des Fachbereichs Verkehr und Umwelt beim ADAC Nordrhein, Roman Suthold. "Wer die große Stauwelle umgehen möchte, der sollte erst am Mittwochabend oder am Donnerstag losfahren."

Zwar erwartet der ADAC auch am Donnerstagvormittag noch ein erhöhtes Staupotenzial - allerdings werde es dann längst nicht mehr so voll auf den Autobahnen sein wie am Mittwoch. Außerdem dürfen Lastwagen wegen des Feiertags nur mit Ausnahmegenehmigung fahren.

Am Freitag und Samstag rechnet der Experte mit einer entspannten Verkehrslage. Bei schönem Wetter sei lediglich rund um einige besonders beliebte Naherholungsgebiete mit Staus zu rechnen, wenn viele Tagesausflügler sich gleichzeitig auf den Weg machten.

Sperrungen auf A40 und A61

Für zusätzliche Probleme könnten zwei Sperrungen sorgen, die allerdings erst nach der Hauptreisewelle beginnen. In Duisburg ist die Dauerbaustelle rund um das stauträchtige Kreuz Kaiserberg betroffen. Ab Mittwochabend (21.00 Uhr) wird die Autobahn 40 von der Anschlussstelle Kaiserberg in Richtung Venlo bis zum Autobahnkreuz Duisburg gesperrt. Das sei nötig, um neue Betonfertigteile auf bereits errichtete Stahlträger zu montieren, teilte die Autobahn-Gesellschaft mit. Bis Dienstagmorgen müssen Autofahrer deshalb eine nördliche Umleitung über die A3, die A42 und die A59 fahren. Der Verkehr auf der Gegenfahrbahn aus den Niederlanden in Richtung Essen ist von der Sperrung diesmal nicht betroffen.

In Mönchengladbach wird am Freitagabend (22.00 Uhr) die Autobahn 61 in beide Richtungen voll gesperrt. Betroffen ist dort der Abschnitt zwischen dem Kreuz Mönchengladbach und der Anschlussstelle Mackenstein. Dort laufen Arbeiten für eine neue Brücke. Bis Montagmorgen leitet die Autobahn GmbH den Verkehr deshalb über Landstraßen um.

Viel Rückreiseverkehr von Nord- und Ostsee

Unabhängig von den Sperrungen erwarten ADAC und Autobahn-Gesellschaft am Sonntag durch den Rückreiseverkehr noch einmal im ganzen Land mehr Betrieb auf den Autobahnen. Die Hotspots sieht ADAC-Verkehrsexperte Suthold allerdings nicht in Nordrhein-Westfalen, sondern weiter im Norden auf den typischen Rückreiserouten von Nord- und Ostsee auf der A1, A2 und A7.

Die Spritpreise, die weiterhin deutlich höher sind als vor Beginn des Iran-Kriegs, scheinen die Reiselust der Autofahrer in Deutschland nicht mehr stark zu bremsen. Zu Ostern hatte es laut ADAC auf den NRW-Autobahnen noch spürbar weniger Staus gegeben als in den vergangenen Jahren. Ein paar Wochen später, am langen 1. Mai-Wochenende, registrierte der ADAC dann aber schon wieder den bisher staureichsten Tag des Jahres in Nordrhein-Westfalen.

Quelle: dpa

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