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Nordrhein-WestfalenUngeklärtes Verbrechen: Wer war die gefesselte Frau im See?

18.02.2026, 15:09 Uhr
Mit-diesem-Paketband-gefesselt-waren-Teile-einer-weiblichen-unbekannten-Leiche-gefunden-worden-25-Jahre-spaeter-hofft-die-Polizei-den-Cold-Case-zu-loesen
(Foto: Polizei Bielefeld/dpa)

Vor 25 Jahren fanden Taucher in einem See bei Höxter Überreste einer Frauenleiche - gefesselt mit einer Paketschnur. Noch immer hoffen die Ermittler, das Rätsel um die unbekannte Frau zu lösen.

Höxter (dpa/lnw) - Knapp 25 Jahre nach dem Fund stark verwester Teile einer gefesselten Frauenleiche auf dem Grund eines Sees in Höxter versucht die Polizei weiter, das Schicksal der unbekannten Toten zu klären. Dazu veröffentlichen die Bielefelder Cold-Case-Ermittler nun erstmals Fotos des Paketbandes, mit dem die Frau an den Beinen gefesselt war - laut Polizei war das Kunststoffband ein Massenprodukt. Die Schlinge war an den Oberschenkeln und Knien angebracht. Die Ermittler hoffen mit diesem erneuten öffentlichen Aufruf, Hinweise zur Unbekannten oder zur Tat zu bekommen.

Grausiger Fund am Grunde des Sees

Ausbildungstaucher hatten den Angaben der Polizei zufolge im Mai 2001 am Grund des Godelheimer Sees bei Höxter Reste eines stark verwesten, weiblichen Leichnams gefunden. Bein- und Beckenknochen seien in einem starken Zersetzungszustand gewesen. Kopf und Oberkörper blieben verschwunden.

Aufgrund der Fessel gehen die Ermittler von einem Verbrechen aus, unklar ist aber, wann es passiert sein könnte: Die Leiche habe mindestens ein Jahr im Wasser gelegen, vielleicht länger. Bereits drei Jahre vor dem Fund hatte eine Sporttaucherin berichtet, eine Leiche im See treiben gesehen zu haben. Eine aufwendige Suche im Jahr 1998 blieb aber erfolglos.

Wer erinnert sich an eine Frau, die plötzlich verschwand?

Einem erstellten DNA-Profil zufolge war das Verbrechensopfer 18 bis 30 Jahre alt, hatte sehr wahrscheinlich blaue Augen, helles Haar und einen blassen bis mittleren Hauttyp. Die junge Frau wird auf eine Größe von 160 bis 169 Zentimetern geschätzt.

Die Ermittler gehen nach weiteren Analysen davon aus, dass die Getötete möglicherweise aus Südosteuropa stammen könnte und noch nicht lange in Deutschland gelebt haben dürfte. Auch mit DNA-Abgleichen sowie Vermisstendatenbanken sei es den Ermittlern bis heute nicht gelungen, die sterblichen Überreste einer konkreten Person zuzuordnen.

Quelle: dpa

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