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Nordrhein-WestfalenWagenbauer Jacques Tilly gegen Pferde bei Karnevalszügen

04.02.2026, 12:11 Uhr
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Pferde bei Karnevalsumzügen sind immer wieder ein heiß diskutiertes Thema rund um Karneval. Der bekannte Wagenbauer Jacques Tilly spricht sich dagegen aus - ebenso wie eine Tierrechtsorganisation.

Düsseldorf/Köln (dpa/lnw) - Der bekannte Karnevalist und Wagenbauer Jacques Tilly hat sich gegen Pferde bei Karnevalsumzügen ausgesprochen. "Ich bin gegen den Einsatz von Pferden in den Rosenmontagszügen. Das ist nicht mehr zeitgemäß", sagte Tilly laut einer Mitteilung der Tierrechtsorganisation Peta.

"Der Künstler möchte mit seinem Statement die Kommunalpolitik und die Karnevalsvereine in die Pflicht nehmen, endlich dem Schutz der Pferde und der Sicherheit der Menschen Priorität einzuräumen", teilt Peta mit. Die Tiere seien bei den Umzügen "erheblichem Stress und Leiden ausgesetzt. Gefährliche Szenen, bei denen ein Durchgehen der Pferde nur mit Gewalt oder Glück gerade noch verhindert werden kann, sind keine Seltenheit."

Peta fordert den Angaben nach Kommunalpolitiker in Köln, Düsseldorf und anderen Städten auf, von ihren rechtlichen Möglichkeiten Gebrauch zu machen und Pferdeeinsätze bei Umzügen aus Gründen der Gefahrenabwehr zu untersagen. Es handele sich dabei um Missbrauch. Etwa in Bonn werden aus Tierwohl- und Sicherheitsgründen bereits keine Pferde mehr eingesetzt.

Tilly muss sich in Russland vor Gericht verantworten

Tilly ist vor allem für seine bissig-satirischen Mottowagen im Düsseldorfer Rosenmontagszug bekannt. In Russland muss er sich aktuell vor Gericht wegen Verunglimpfung der russischen Staatsorgane verantworten, dazu gehört neben der russischen Armee auch Präsident Putin. Nach diesem Gesetz drohen dafür eine Geldstrafe oder Freiheitsentzug von bis zu zehn Jahren.

Nach solchen Anschuldigungen sind in Russland schon viele Kriegsgegner der von Putin befohlenen Invasion der Ukraine verurteilt worden. Die Entscheidungen stehen international als Unrechtsurteile der russischen Willkürjustiz in der Kritik.

Quelle: dpa

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