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Nordrhein-WestfalenWarnstreik im Nahverkehr geht am Samstag weiter

28.02.2026, 04:04 Uhr
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Verdi trommelt zum Warnstreik, Tausende Bus- und Straßenbahnfahrer sowie Werkstatt-Mitarbeiter folgen dem Aufruf. Pendler und andere Fahrgäste bekommen das zu spüren. Am Samstag geht es weiter.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Wegen eines Warnstreiks im Nahverkehr sollen in Nordrhein-Westfalen am Samstag erneut zahlreiche Bus- und Bahnverbindungen aus. Der Ausstand hatte am Freitag begonnen und zu gravierenden Einschränkungen in vielen Städten geführt. "Wir gehen von einer ähnlichen Wirkung aus wie am Freitag", sagt der Branchenkoordinator von Verdi NRW, Lukas Frew.

Der Ausstand dürfte auch Fußballfans treffen, die auf der letzten Strecke zum Stadion eigentlich Busse oder U-Bahnen nehmen wollen. So spielt Borussia Dortmund am Samstagabend gegen Bayern München - viele Fans dürften die letzten Kilometer bis ins Stadion wohl zu Fuß gehen. Zwischen dem Hauptbahnhof und dem Stadion fahren allerdings S-Bahnen, die vermutlich sehr voll sein werden. S-Bahnen und Regionalzüge fahren am Samstag ganz normal in NRW. Sie gehören zur Deutschen Bahn und zu anderen Bahnunternehmen, deren Beschäftigte nicht nach dem derzeit verhandelten Tarifvertrag bezahlt werden.

Lange Liste an Städten

Der zweitägige Ausstand richtet sich gegen mehr als 30 kommunale Verkehrsunternehmen. Die Liste der betroffenen Städte ist lang, etwa Bonn, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Bochum, Münster und Bielefeld. Ausnahmen gibt es nur wenige, etwa Aachen und Paderborn. Verdi fordert eine deutliche Entlastung der Beschäftigten, die Arbeitgeber halten die Forderungen für unbezahlbar. Der Warnstreik soll in der Nacht zu Sonntag enden. Nachtbusse, die am frühen Sonntag um kurz nach Mitternacht fahren, dürften noch ausfallen, da ihre Fahrer der Spätschicht vom Samstag zugerechnet werden.

Verdi appelliert an die Arbeitgeber, bei der am Montag beginnenden zweiten Verhandlungsrunde einzulenken und ein akzeptables Angebot vorzulegen. Die Arbeitgeber verweisen hingegen auf die klammen Kassen der Kommunen. Würden sie die Verdi-Forderungen erfüllen, so müssten sie Personal einsparen und viele Verbindungen streichen, argumentieren sie.

Im laufenden Tarifkonflikt hatte es bereits Anfang Februar Warnstreiks gegeben, diese aber nur an einem Tag. Mit den zweitägigen Arbeitsniederlegungen möchte Verdi nun den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Quelle: dpa

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