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Nordrhein-WestfalenWeitere Warnstreiks an Awo-Kitas

04.02.2026, 13:15 Uhr
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Die Warnstreiks in NRW reißen nicht ab. Nach Unikliniken, Hochschulen und Schulen sind auch Awo-Kitas in mehreren Landesteilen betroffen. Wann und wo gestreikt wird.

Düsseldorf/Essen/Herford (dpa/lnw) - Die Warnstreikwelle hat nach Schulen, Hochschulen und Unikliniken nun auch die Kindertagesstätten der Arbeiterwohlfahrt (Awo) erreicht. Die Gewerkschaft Verdi rief im Tarifkonflikt um die Awo in NRW regional zu Arbeitsniederlegungen auf. In mehreren Orten demonstrierten Streikende aus dem Öffentlichen Dienst des Landes und der Awo gemeinsam.

Wann und wo streiken Awo-Beschäftigte?

Für Donnerstag rief Verdi Awo-Beschäftigte in der Region Ostwestfalen-Lippe zu Warnstreiks auf. Betroffen sind Kitas, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen, Verwaltung und auch Ganztags- und Betreuungsangebote an Grundschulen in der offene Ganztagsschule der Awo in der Region.

Zuvor waren am Mittwoch Awo-Beschäftigte in einigen Städten und Kreisen im Rheinland sowie in Essen im Ruhrgebiet zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen. Dabei standen Kitas im Fokus. Verdi ging von Gruppen-Zusammenlegungen, Notbetreuungen und auch Kita-Schließungen aus.

Was rät das Schulministerium zur OGS?

Eltern werden gebeten, die aktuellen Informationen der jeweiligen OGS zu beachten. "Für die Beschäftigten der Träger der außerunterrichtlichen Angebote, etwa in der OGS, sind die jeweiligen Träger vor Ort verantwortlich", heißt es aus dem Schulministerium. In den Betreuungsverträgen fänden sich häufig Regelungen zu unvorhergesehenen Ausfällen, wie zum Beispiel Notbetreuungen.

Um was geht es bei der Awo?

Im Tarifkonflikt bei der Awo in NRW fordert Verdi 500 Euro brutto mehr monatlich für alle Beschäftigten sowie 300 Euro brutto mehr für Auszubildende. Als völlig überzogen kritisierten die Arbeitgeber die Forderung. Im Durchschnitt entsprächen die Wünsche einer Lohnsteigerung von rund 13 Prozent. In Trägerschaft der AWO befinden sich in NRW aktuell 519 OGS und 840 Kitas.

Wann und wo gibt es Warnstreiks an Schulen?

Für Donnerstag ruft die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zu Warnstreiks an Schulen in den Regierungsbezirken Detmold und Münster auf. Es geht um angestellte Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Schulsozialarbeiter. Laut GEW kann es Unterrichtsausfälle geben. Eine Notbetreuung werde ermöglicht. Die meisten Lehrer sind aber verbeamtet und dürfen nicht streiken. Zuvor gab es in den Regierungsbezirken Arnsberg und Düsseldorf Aktionen.

Sind auch wieder Hochschulen betroffen?

Verdi hat für Donnerstag in Ostwestfalen auch an der Universität Bielefeld, der Hochschule Bielefeld und der Hochschule für Polizei und Verwaltung zu Warnstreiks aufgerufen. Die Gewerkschaft rechnet mit Einschränkungen im Hochschulbetrieb. Bibliotheken könnten geschlossen bleiben, auch der Lehrbetrieb könnte betroffen sein. Zuvor hatte es erneute Warnstreiks an Hochschulen in anderen Landesteilen von NRW gegeben.

Um was geht es im öffentlichen Dienst der Länder?

GEW und Verdi fordern für Tarifbeschäftigte der Bundesländer sieben Prozent mehr Einkommen – mindestens aber 300 Euro mehr. Von Länderseite waren die Forderungen wegen knapper Haushalte als überzogen zurückgewiesen worden. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. und 12. Februar vorgesehen.

Quelle: dpa

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