Nordrhein-WestfalenZahl der Arbeitslosen im März leicht gesunken

Im März ist die Zahl der Arbeitslosen in NRW etwas gesunken. Doch Experten warnen: Für eine Trendwende am Arbeitsmarkt ist es noch zu früh.
Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Zahl der Arbeitslosen in Nordrhein-Westfalen ist im März im Vergleich zum Februar um gut 6.700 auf rund 790.000 Menschen gesunken. Die Arbeitslosenquote sei mit 7,9 Prozent auf dem Niveau des Vormonats geblieben, teilte die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit in Düsseldorf mit. Vor einem Jahr lag die Quote ebenfalls bei 7,9 Prozent. Die Bundesagentur griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 12. März vorlag.
Der Arbeitsmarkt im März habe sich besser als in den vergangenen drei Jahren entwickelt, sagte Direktionschef Roland Schüßler laut der Mitteilung. Es gebe Anzeichen für eine leichte Entspannung. "So ist wieder etwas mehr Bewegung in den Arbeitsmarkt gekommen, wenn auch weiterhin auf einem niedrigen Niveau." Von einer dauerhaften Trendwende zu sprechen sei es aber deutlich zu früh - auch mit Blick auf die derzeit unvorhersehbare Entwicklung in der Weltwirtschaft.
Arbeitgeber melden mehr offene Stellen
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber hätten im März mehr offene Stellen gemeldet als im Vorjahr, sagte Schüßler weiter. Neben einem leichten Anstieg bei der Nachfrage nach Arbeitskräften hätten fast fünf Prozent mehr Arbeitnehmer eine neue Arbeit finden können als vor einem Jahr. "Seit 2023 erlebten viele arbeitslose Menschen den Arbeitsmarkt durchgehend wie eingefroren. Da ist in diesem Jahr mit dem Start in die Frühjahrsbelebung etwas mehr Bewegung reingekommen."
Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber auf einen Ausbildungsplatz hat in NRW erneut zugenommen. Im März meldeten sich laut Regionaldirektion mehr als 80.800 junge Menschen, die eine Ausbildung beginnen wollen. Das entspricht einem Anstieg von 1,1 Prozent. Die Zahl der Ausbildungsstellen ist hingegen bereits im vierten Jahr in Folge gesunken. In diesem Jahr waren es 74.182 und damit 12,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit sei die Lage am Ausbildungsmarkt "weiterhin deutlich von der ungünstigen wirtschaftlichen und politischen Weltlage geprägt", sagt Schüßler.