Rheinland-Pfalz & SaarlandFindet Kaiserslautern das Rezept gegen die Auswärtsschwäche?

Die Geduld zahlt sich aus: In der zweiten Halbzeit findet der FCK gegen früh dezimierte Düsseldorfer eine Lösung und gewinnt. Nun liegt der Fokus auf der eklatanten Auswärtsschwäche.
Kaiserslautern (dpa/lrs) - Auf dem Betzenberg ist der 1. FC Kaiserslautern eine Zweitliga-Spitzenmannschaft: Beim 3:0 (0:0) gegen den Abstiegskandidaten Fortuna Düsseldorf feierten die Roten Teufel bereits den zehnten Heimsieg. 31 Punkte hat das Team von Trainer Torsten Lieberknecht im heimischen Fritz-Walter-Stadion geholt.
In der Fremde dagegen ist Kaiserslautern bestenfalls Mittelmaß. Nur 12 Zähler stehen in der Bilanz - doch das soll sich in den kommenden beiden Wochen mit den Auswärtsspielen bei Hertha BSC und beim Bundesliga-Absteiger Holstein Kiel ändern.
"Es geht um diese Einstellung, diese Anspannung, dieses Gefühl, dass die fast 48.000 Zuschauer, die hier im Stadion sind, uns auch auswärts zuschauen. Das habe ich der Mannschaft gesagt, dass sie das, was sie hier transportieren, auch auswärts fühlen müssen", sagte Lieberknecht.
Die Kaiserslauterer (Heim-)Wucht bekamen die Düsseldorfer am Samstag zu spüren. Am Ende stand ein aufgrund einer starken zweiten Halbzeit verdienter Sieg auf der Anzeigetafel. "Für uns war es heute eine Situation, die erst mal schwierig war, weil man gegen einen tiefstehenden Gegner Lücken finden muss und eine gewisse Geduld und Ruhe braucht. Die Halbzeit war mitentscheidend, denn da haben wir bezüglich in der Positionierung ein paar Dinge angesprochen", sagte Lieberknecht nach dem Erfolg gegen die Fortuna.
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Ein früher Platzverweis gegen die Gäste, Sima Suso musste bereits nach 22 Minuten gegen den agilen Norman Bassette die Notbremse ziehen, spielte Kaiserslautern dabei in die Karten. Und doch dauerte es bis zur 62. Minute, bis Jacob Rasmussen nach einer Flanke von Marlon Ritter den Bann gebrochen hatte. "Gegen zehn Mann zu spielen, die tief verteidigen, ist nie einfach. Ich finde es immer ein wenig lustig, wenn Leute sagen: Rote Karte, jetzt müssen die 8:0 gewinnen. So läuft das im Fußball nicht", erklärte der Däne, der im Januar von Red Bull Salzburg gekommen war, nach seinem ersten Tor im neuen Dress.
"Für uns war wichtig, mit dem ersten Tor diesen Dosenöffner zu bekommen. Danach muss der natürlich etwas aufmachen und wir bekommen mehr Räume", meinte Lieberknecht. Diese nutzte der FCK dann auch, denn Semih Sahin (76.) und Daniel Hanslik (90.+5) schossen den bereits zehnten Heimsieg der Saison und die Punkte 29, 30 und 31 heraus.