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Rheinland-Pfalz & Saarland"Harter Schlag für Speyer" - Mann+Hummel will Werk schließen

17.04.2026, 13:45 Uhr
Der-Standort-Speyer-soll-bis-Ende-2028-vollstaendig-geschlossen-werden

Nach einer schrittweisen Verlagerung der Produktion will das Familienunternehmen den Standort Speyer bis Ende 2028 dichtmachen. Oberbürgermeisterin Seiler zeigt sich betroffen.

Speyer/Ludwigsburg (dpa/lrs) - Die geplante Werkschließung des Filterherstellers Mann+Hummel in Speyer bis spätestens Ende 2028 löst Betroffenheit aus. "Diese Nachricht ist ein harter Schlag für Speyer", teilte Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) mit.

"Hinter den 600 Arbeitsplätzen stehen Menschen und Familien, die teilweise seit Jahrzehnten mit diesem Werk verbunden sind – das bewegt mich sehr", sagte Seiler. Mann+Hummel gehöre seit mehr als 70 Jahren zu Speyer.

Der Filtrationsexperte hatte am Donnerstag am Unternehmenssitz in Ludwigsburg (Baden-Württemberg) angekündigt, Produktion und Aktivitäten schrittweise an andere Werke der Gruppe zu verlagern. Der Standort Speyer solle bis Ende 2028 vollständig schließen.

"Hoher Kosten- und Planungsdruck"

Dort arbeiteten derzeit 600 Beschäftigte, davon 400 in der Produktion. Das Unternehmen wolle mit Arbeitnehmervertretern "tragfähige und sozialverträgliche Lösungen" erarbeiten. Dazu sollten unverzüglich Gespräche mit dem Betriebsrat anlaufen.

Die Maßnahmen seien notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit von Mann+Hummel auch langfristig zu sichern, teilte das Unternehmen mit. Der Kosten- und Planungsdruck entlang der Lieferketten habe sich unter anderem durch hohe Energie- und Arbeitskosten sowie durch Zölle und geopolitische Unsicherheiten erhöht.

Im Jahr 2024 erwirtschafteten rund 21.200 Mitarbeitende bei Mann+Hummel an über 80 Standorten weltweit einen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro.

Quelle: dpa

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