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Rheinland-Pfalz & SaarlandInterkulturelle Wochen setzen Zeichen für Vielfalt

02.10.2021, 20:19 Uhr

Mindestens 30 Städte und Gemeinden in Rheinland-Pfalz haben sich an den Interkulturellen Wochen beteiligt. Es ging darum, Vielfalt zu zeigen und Begegnungen zu ermöglichen.

Speyer/Kirchheimbolanden (dpa/lrs) - Der rheinland-pfälzische Integrationsstaatssekretär David Profit (Grüne) hat die Bedeutung von niedrigschwelligen und ehrenamtlichen Angeboten wie Cafés und Treffpunkten für eine gelingende Integration hervorgehoben. Das Land fördere und finanziere solche Angebote, weil sie persönlichen Austausch und Begegnung ermöglichten, erklärte Profit am Samstag laut Mitteilung anlässlich der Interkulturellen Woche in Speyer und Kirchheimbolanden.

Nach Angaben des Initiativausschusses für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz haben sich landesweit mindestens 30 Städte und Gemeinden mit mehr als 250 Veranstaltungen an den Interkulturellen Wochen beteiligt. Schwerpunkt war nach Angaben Profits die Frage, wie offen Zivilgesellschaft und Staat gegenüber Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund sind.

Zum Programm gehörten Stadtführungen und Diskussionsveranstaltungen, Konzerte und Lesungen, aber auch Ausstellungen, Kochkurse und Stadtteilfeste. Veranstaltungen gab es den Angaben zufolge nicht nur in größeren Städten wie Kaiserslautern, Koblenz, Mainz, Trier und Speyer, sondern auch in Kleinstädten und Gemeinden wie Bad Ems, Bad Kreuznach oder Bingen.

Mehr als ein Viertel der Menschen im Bundesland hätten eine eigene oder familiäre Migrationsgeschichte, erklärte der Staatssekretär. "Unser Anliegen war und ist es stets, Rheinland-Pfalz als ein Land zu gestalten, in dem Vielfalt als Bereicherung gilt und in dem die unterschiedlichen Potenziale jeder und jedes Einzelnen bestmögliche Entwicklungsmöglichkeiten haben", so Profit.

Gemeinsam mit vielen Initiativen und Vereinen wirkten die Kommunen daran mit, Verständigung zu ermöglichen, Vorurteile abzubauen und das soziale Miteinander zu stärken. "Viele Kommunen und Städte sind "Weltoffene Kommunen" oder "Sichere Häfen" geworden und zeigen so, dass sie Offenheit fördern und leben", erklärte Profit.

Dass die diesjährige Interkulturelle Woche ausgerechnet am Tag der Deutschen Einheit zu Ende gehe, halten die Veranstalter für symbolträchtig: "Einheit hat in unserer von kultureller Vielfalt geprägten Gesellschaft nichts mit Nationalismus zu tun", hieß es.

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