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Rheinland-Pfalz & SaarlandMinisterin: Opfer von Zwangsverheiratungen besser schützen

07.07.2025, 13:09 Uhr
Betroffene-von-Zwangsverheiratungen-sollen-durch-ein-Netzwerk-aus-Beratungsstellen-und-Praeventionsprojekten-geschuetzt-werden-so-Ministerin-Katharina-Binz-Gruene
(Foto: Arne Dedert/dpa)

Vier gemeldete Fälle pro Jahr - plus Dunkelfeld. Rheinland-Pfalz nimmt sich dem Thema Zwangsverheiratung an.

Mainz (dpa/lrs) - Das Risiko für junge Mädchen, Opfer einer Zwangsverheiratung zu werden, steigt nach Einschätzung des rheinland-pfälzischen Frauenministeriums in den Sommerferien. "Zwangsverheiratung ist eine gravierende Verletzung der persönlichen Freiheit und der Menschenrechte", sagte Familien-, Frauen- und Integrationsministerin Katharina Binz.

Hilfe gibt es bei zahlreichen Beratungsstellen

"Wir stehen fest an der Seite der Betroffenen und bieten ihnen verlässlichen Schutz und Unterstützung", betonte die Grünen-Politikerin und verwies auf ein landesweites Netzwerk aus Beratungsstellen und Präventionsprojekten.

Betroffen sei allerdings nur eine kleine Minderheit, betonte Binz. In den vergangenen drei Jahren seien in Rheinland-Pfalz jeweils vier Fälle registriert worden. Das gehe aus Zahlen des Bundeskriminalamts hervor. Die tatsächliche Zahl sei allerdings vermutlich deutlich höher.

Quelle: dpa

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