Rheinland-Pfalz & SaarlandNach dem Aus für die Batteriefabrik - Schweitzer lädt ein

Viel Fördergeld sollte in eine Batterie-Großfabrik in Kaiserslautern fließen - doch das deutsch-französische Gemeinschaftsunternehmen machte einen Rückzieher. Nun wird in Mainz über das Thema beraten.
Kaiserslautern/Mainz (dpa/lrs) - Nach dem voraussichtlichen Aus für das Batteriezellenwerk in Kaiserslautern will der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer in größerem Kreis das weitere Vorgehen besprechen. Der SPD-Politiker lädt am kommenden Montag (2. März) zu einem runden Tisch nach Mainz ein, wie die Staatskanzlei in Mainz mitteilte. Teilnehmen sollen unter anderem Arbeitnehmervertreter, die Unternehmensseite, kommunale Vertreter und Mitglieder der Landesregierung.
Einst sollte am Standort der Stellantis-Tochter Opel in Kaiserslautern das Werk des Gemeinschaftsunternehmens Automotive Cell Company (ACC) der Konzerne Stellantis, Mercedes-Benz und Total Energies entstehen. Deutschland und Frankreich hatten ACC Fördermittel in Höhe von 1,3 Milliarden Euro zugesagt, rund 2.000 Arbeitsplätze sollten entstehen.
Viel Steuergeld sollte fließen
Allein das deutsche Werk sollte mit Steuergeld in Höhe von rund 437 Millionen Euro unterstützt werden. Einen entsprechenden Förderbescheid hatten der damalige Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) überreicht.
Anfang Februar hieß es dann in einer ACC-Stellungnahme, die bereits im Jahr 2024 auf Eis gelegten Standorte in Deutschland und Italien rechneten sich nicht mehr. Hintergrund ist die anhaltend schwache Nachfrage nach Elektroautos in Europa sowie der Kursverfall der Stellantis-Aktie.
Ziel des runden Tischs am 2. März sei ein gemeinsamer Austausch darüber, wie der Standort Kaiserslautern strategisch gut für die Zukunft aufgestellt werden könne, hieß es aus der Staatskanzlei in Mainz. Batteriezellfertigung in Deutschland sei von bundesweitem Interesse. Eingeladen sei zu dem Treffen auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU).