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Rheinland-Pfalz & SaarlandSaarland gibt Starthilfe für flexiblen Nahverkehr auf Abruf

24.03.2026, 14:51 Uhr
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Sogenannte On-Demand-Busse sind nicht nach festen Fahrplänen unterwegs, sondern werden je nach Nachfrage organisiert. Wie und warum das Saarland solche Projekte unterstützen will.

Saarbrücken (dpa/lrs) - Saarländische Kommunen, die flexible Nahverkehrsangebote ausbauen wollen, können sich ab sofort für eine Unterstützung bei der Landesregierung bewerben. Dabei geht es um sogenannte On-Demand-Verkehre, also etwa Bürgerbusse, die auf Abruf fahren.

Für eine neue Förderperiode stehen nach Angabe von Mobilitätsministerin Petra Berg (SPD) bis Ende 2027 rund 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. "Das zeigt, dass wir ein Stück weiterkommen mit dem Motto: Mehr Mobilität bei weniger Verkehr", sagte sie. Kommunen können sich noch bis zum 26. Juni um eine Starthilfe für ihre Projekte bewerben.

Berg sagte, Mobilität ermögliche es den Menschen, selbstbestimmt am Leben teilzuhaben. Ziel sei es, den öffentlichen Personenverkehr so weiterzuentwickeln, dass er für alle Menschen attraktiv, zugänglich und leistungsfähig sei und dadurch eine echte Alternative zum motorisierten Individualverkehr werde.

Bislang drei Pilotprojekte

Mit rund zwei Millionen Euro wurden bislang drei Pilotprojekte im Saarland gefördert, die 2024 und 2025 in den Landkreisen St. Wendel, Neunkirchen und im Saarpfalz-Kreis starteten. Dabei hätten insgesamt rund 115.000 Fahrgäste befördert werden können.

Die Buchung der Fahrten erfolge unkompliziert per App oder telefonisch. Auf dieser Basis würden Fahrten in Echtzeit koordiniert und gebündelt, so dass sehr dynamische Routen entstünden. "Dabei können mehrere Fahrgäste mit ähnlichen Zielen auch effizient zusammengebracht werden", sagte Berg. Auf der Plattform "flitsaar" seien aktuell mehr als 10.000 Nutzer registriert. Ein Großteil davon nutze das Angebot regelmäßig - durchschnittlich mit 5 bis 20 Fahrten pro Monat.

On-Demand-Verkehre würden eine wichtige Zubringerfunktion zu den bestehenden Bus- und Bahnangeboten bieten. Sie trügen deshalb dazu bei, das bestehende Angebot sinnvoll zu erweitern und die Mobilität etwa in ländlichen Regionen oder aber auch zu Randzeiten weiter zu stärken.

Quelle: dpa

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