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Rheinland-Pfalz & SaarlandTrinkwasser in Rheinland-Pfalz immer teurer

11.03.2026, 14:42 Uhr
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Wasserhahn auf und das Trinkwasser fließt - was selbstverständlich erscheint, muss über eine Gebühr und einen gemeindeabhängigen Grundpreis bezahlt werden. Wie sich die Kosten entwickelt haben.

Bad Ems (dpa/lrs) - Die Kosten für Trinkwasser in Rheinland-Pfalz haben sich innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren enorm erhöht. Rund 289 Euro bezahlte ein Haushalt mit einem jährlichen Wasserverbrauch von 80.000 Litern Wasser im vergangenen Jahr, wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilte. 2005 hatten die Kosten den Angaben zufolge noch rund 177 Euro betragen - ein Anstieg um 63 Prozent.

1000 Liter Trinkwasser günstiger als ein Kasten Mineralwasser

Die Trinkwasserkosten setzen sich laut Landesamt aus einer verbrauchsabhängigen Trinkwassergebühr und einem verbrauchsunabhängigen Grundpreis zusammen. Der Grundpreis unterscheide sich zwar zwischen den Kommunen, sei im Vergleich zu 2005 aber insgesamt deutlich stärker gestiegen als die Trinkwassergebühr - um 107 Prozent von 57 auf 118 Euro.

Die vom Verbrauch abhängige Gebühr habe sich im selben Zeitraum um etwa 42 Prozent von rund 120 auf 170 Euro erhöht. 2025 zahlten Haushalte in Rheinland-Pfalz demnach für einen Kubikmeter (1.000 Liter) Trinkwasser durchschnittlich 2,13 Euro. Dies sei weniger als für einen Kasten Mineralwasser.

Hohe Instandhaltungskosten für Preisanstieg verantwortlich

Als Ursache für den Kostenanstieg gibt das Statistische Landesamt die Instandhaltung der Infrastruktur der Wasserwirtschaft an. Unter anderem Brunnen, Wasserwerke, Regenrückhaltebecken oder Kläranlagen seien im Aufbau, Betrieb und der Unterhaltung mit hohen Kosten verbunden. Diese könnten je nach Standortbedingungen regional sehr unterschiedlich ausfallen.

Mit einer Anschlussquote von 99,9 Prozent sind laut Landesamt nahezu alle Einwohnerinnen und Einwohner in Rheinland-Pfalz an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen.

Quelle: dpa

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