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Rheinland-Pfalz & SaarlandWände mithilfe digitaler Plattformen neu verbauen

08.05.2023, 16:46 Uhr
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(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Mainz (dpa/lrs) - In Häusern verbaute und nicht mehr benötigte Wände, Decken oder Dachteile in anderen Gebäuden neu verplanen - damit befasst sich ein Forschungsprojekt der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) und der ZimmerMeisterHausGruppe - einem Zusammenschluss von rund 100 Holzbau-Firmen. Das Klimaschutzministerium fördert die auf drei Jahre angelegte Kooperation mit 688.000 Euro, wie Ministerin Katrin Eder (Grüne) am Montag in Mainz sagte.

Ziel seien digitale Lösungen, wie vorhandene Bauteile in neuen Gebäuden wiederverwendet werden können, erläuterte Eder. Zugleich sollen im Bau verwendete Teile möglichst so standardisiert werden, dass sie später wiederverwendet werden können - und möglichst aus Holz sein.

Damit Rheinland-Pfalz wie geplant spätestens 2040 klimaneutral ist, sei "eine Bauwende zu einer kreislaufeffektiven Bauweise" notwendig, betonte Eder. Damit könnten auch umstrittene Bauschuttdeponien verhindert werden. Und: "Holz ist der Stoff, der die klimafreundliche Bauwende vorantreibt."

Die Temperatur in Rheinland-Pfalz liege schon um 1,6 Grad und damit um 0,1 Grad über dem Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens, sagte Projektleiter Professor Jürgen Graf von der RPTU. Prognosen gingen davon aus, dass alles, was bisher gebaut worden sei, bis 2060 noch einmal gebaut werde, vor allem in Afrika und Asien. Der Ressourceneinsatz beim Bauen müsse daher deutlich reduziert werden.

Quelle: dpa

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