Rheinland-Pfalz & SaarlandWieder mehr Feldhamster - Schutzprojekt läuft weiter

Sie haben große Ohren, schwarze Knopfaugen und sind selten geworden. Nur vor den Toren von Mainz gibt es noch eine nennenswerte Zahl an Feldhamstern. Von dort kommen gute Nachrichten.
Mainz (dpa/lrs) - Ein Schutzprojekt für Feldhamster in Mainz zeigt Wirkung. In den vergangenen Jahren habe sich die Zahl der Bauten der selten gewordenen Tiere in dem Schutzgebiet bei Mainz-Ebersheim beständig erhöht, teilte das Umweltministerium in Mainz mit. Es ist das Areal mit der letzten Feldhamster-Population in ganz Rheinland-Pfalz. Im vergangenen Jahr seien es dort zehn Bauten pro Hektar gewesen.
Kurz vor dem Tag des Artenschutzes am 3. März gaben das Ministerium und die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz bekannt, dass das Schutzprojekt bis zum Jahr 2029 weitergeführt werde. Zwischen 2026 und 2029 fließen rund 2,4 Millionen an Förderung.
Bei dem Projekt helfen auch etwa 20 Landwirte mit. Sie schaffen auf Ackerflächen Lebensraum für Feldhamster, etwa indem Blühstreifen oder Flächen mit hohen Stoppeln oder untergesätem Klee geschaffen werden, was den kleinen Nagern Deckung und Nahrung bietet.
Das Projekt werde verlängert, damit der Feldhamster eines Tages wieder selbstverständlicher Teil des Lebensraums Acker werde, sagte Umweltministerium Katrin Eder (Grüne). "Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist essenziell für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen."