Sachsen-AnhaltAfD startet Wahlkampagne: "Alles ist möglich"

50.000 Plakate, Simson-Ausfahrten und 1,5 Mio. Euro: Die AfD rechnet sich Chancen auf den ersten Ministerpräsidentenposten aus. Mit welchen Aktionen die Partei in Sachsen-Anhalt auf Stimmenfang geht.
Magdeburg (dpa/sa) - Mit dem Slogan "Alles ist möglich" geht die AfD in Sachsen-Anhalt in den Landtagswahlkampf und strebt bei der Wahl im September mehr als 45 Prozent der Stimmen an. "Wir möchten unser altes, sicheres Deutschland zurück haben", sagte AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zur Vorstellung der Wahlkampagne in Magdeburg. Bereits ab der kommenden Woche sollen in der Landeshauptstadt Magdeburg die ersten von landesweit insgesamt knapp 50.000 Plakaten aufgehängt werden.
Rund 1,5 Millionen Euro für den Wahlkampf
Neben der Plakatkampagne setzt die AfD weiterhin stark auf ihre Social Media-Auftritte, plant nach Angaben von Siegmund aber auch mehrere Simson-Ausfahrten im Land. Er selbst werde in jedem Landkreis in Sachsen-Anhalt zwei Tage unterwegs sein, sagte Siegmund, um eine komplett flächendeckende Ansprache zu gewährleisten.
Für den Wahlkampf plant die Partei nach eigenen Angaben rund 1,5 Millionen Euro ein. Es habe eine überwältigende Spendenbereitschaft gegeben, sagte Siegmund. Dazu käme die Unterstützung der Bundesspitze der Partei. Zudem habe sich der Landesverband in den vergangenen Jahren intensiv auf diese Zeit vorbereitet und auch Rücklagen gebildet.
Umfragen sahen AfD zuletzt deutlich vorne
Inhaltlich setzt die AfD unter anderem auf die Abschiebung irregulärer Migranten, den Ausstieg aus dem Rundfunkstaatsvertrag oder eine Arbeitspflicht für Asylbewerber. Darüber hinaus würden aber auch bewusst bundespolitische Themen angesprochen. "Bei uns gibt es einen klaren roten Faden", sagte Siegmund. Sachsen-Anhalt sei der erste Schritt, es gehe dann um Deutschland.
Die AfD lag zuletzt in Umfragen mit rund 40 Prozent deutlich vor der CDU und den anderen Parteien. Sie strebt an, in Sachsen-Anhalt den ersten Ministerpräsidenten eines Bundeslandes zu stellen.