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Sachsen-AnhaltDLRG: Deutlich weniger Badetote in Sachsen-Anhalt

10.03.2026, 11:03 Uhr
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(Foto: Heiko Rebsch/dpa)

Seen und Flüsse locken im Sommer viele Menschen ins Wasser. Bei Badeunfällen zeigen neue Zahlen in Sachsen-Anhalt einen erfreulichen Trend. Woran das liegt.

Magdeburg (dpa/sa) - Im vergangenen Jahr sind in Sachsen-Anhalt sieben Menschen bei Badeunfällen gestorben. Das waren deutlich weniger als im Jahr zuvor, als noch 16 Todesfälle registriert wurden, wie aus Daten der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hervorgeht.

Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich in Seen. Fünf Menschen ertranken dort. Je ein weiterer Todesfall wurden in einem Fluss und in einem Bach registriert. Die Opfer waren fast ausschließlich Männer: Sechs der Verunglückten waren männlich, bei einer Person blieb das Geschlecht unbekannt.

Die tödlichen Badeunfälle verteilten sich über mehrere Monate des Jahres. Im August gab es mit zwei Fällen die meisten Todesopfer. Weitere Unglücke ereigneten sich unter anderem im Frühjahr, im Spätsommer und im Herbst.

DLRG: Besonders sonniges Wetter fiel nicht in Ferienzeit

Deutschlandweit sank die Zahl der tödlichen Badeunfälle im Jahr 2025 leicht. Insgesamt ertranken nach Angaben der DLRG mindestens 393 Menschen – 18 weniger als im Jahr zuvor. Die meisten Unfälle ereigneten sich im Juni.

DLRG-Präsidentin Ute Vogt verwies darauf, dass gutes Sommerwetter oft zu mehr Badeunfällen führe. "Wäre es in der folgenden Hauptferienzeit weiterhin so sonnig und heiß geblieben, hätten wir wohl erneut einen Anstieg der Opferzahl vermelden müssen", sagte sie. Zudem fordert die Organisation mehr Präventionsarbeit und bessere Möglichkeiten zum Schwimmenlernen, insbesondere für Kinder und Jugendliche.

Nach Angaben der DLRG passieren weiterhin die meisten tödlichen Unglücke in frei zugänglichen Binnengewässern wie Seen und Flüssen.

Quelle: dpa

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