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Sachsen-AnhaltEnsemble auf Stiftsberg Quedlinburg saniert - Kirche öffnet

27.03.2026, 13:37 Uhr
Blick-in-die-Stiftskirche-St-Servatii

"Schön gemacht!" steht auf Postkarten mit dem Stiftsberg Quedlinburg. Der Kern der Welterbestadt ist für mehr als 30 Millionen Euro saniert worden und erwartet wieder Besucher.

Quedlinburg (dpa/sa) - Nach gut sechsjährigen Sanierungsarbeiten auf dem Stiftsberg Quedlinburg ist ein erster Teil für Besucherinnen und Besucher wieder zugänglich. Von Samstag an können die Innenhöfe mit den neu gestalteten Fassaden der Stiftsgebäude, der Garten mit dem rekonstruierten Gartenhaus sowie eine neue Ausstellung in der Stiftskirche St. Servatii besichtigt werden. Gut 30 Millionen Euro seien in die Sanierungen geflossen, sagte Oberbürgermeister Frank Ruch.

Zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober solle auch das Schlossmuseum eröffnet werden. Dann ist ein vollständiger Rundgang möglich. Stiftskirche und Schlossmuseum haben dann erstmals einen gemeinsamen Eingang.

Der Stiftsberg ist der Kern des Unesco-Weltkulturerbes von Quedlinburg. Hier ließ sich Heinrich I. (876-936) bestatten. Seine Witwe, Königin Mathilde (895-968), richtete gemeinsam mit ihrer Familie ein hochadeliges freiweltliches Damenstift ein.

Frauen aus den höchsten Fürstenhäusern gehörten hier zu den einflussreichsten Persönlichkeiten des Reiches. Sie bewahrten die Erinnerung Heinrichs und bildeten zugleich ein Herrschaftszentrum über Jahrhunderte bis 1802. Die Stiftskirche ist bis heute evangelische Pfarrkirche.

Wer den Stiftsberg besucht, kann die Stiftskirche mit dem Domschatz besichtigen. Der Schatz, zu dem prächtige Requiliare und Handschriften gehören, ist in den Schatzkammern neu angeordnet worden. In der Kirche entstanden Themeninseln, an denen sich Besucher beispielsweise zum Gebäude, zur Architektur und Geschichte informieren können.

In der Krypta, in der Heinrich I. und seine Frau beigesetzt wurden, sind lithurgische Gesänge zu hören, dezente Lichtinstallationen eingerichtet. Besucher können auf Bänken Platz nehmen und den Raum erleben.

Quelle: dpa

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