Sachsen-AnhaltGrüne fordern parteiübergreifende Reform im Gesundheitswesen

Grünen-Spitzenkandidatin Sziborra-Seidlitz plädiert dafür, Reformen im Gesundheitswesen parteiübergreifend anzugehen. Dänemark dient dabei als Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit.
Magdeburg (dpa/sa) - Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz fordert für grundlegende Reformen im Gesundheitswesen in Sachsen-Anhalt eine enge Zusammenarbeit von Regierung und Opposition. Vorbild dafür könne etwa Dänemark sein, sagte Sziborra-Seidlitz. Dort hätten Regierung und Opposition gemeinsam Vorschläge erarbeitet und einen Vertrag dazu geschlossen. "Wir brauchen eine komplett andere Struktur der Gesundheitsversorgung, damit das auch in zehn oder 20 Jahren noch funktioniert."
In Sachsen-Anhalt regiert aktuell ein schwarz-rot-gelbes Bündnis. Sziborra-Seidlitz führt die Grünen als Spitzenkandidatin in die Landtagswahl am 6. September. Im Parlament gehören der Fraktion derzeit sechs Abgeordnete an. In den jüngsten Umfragen hatte die Partei unter fünf Prozent gelegen, damit würden die Grünen den Wiedereinzug in den Landtag verpassen.
Sziborra-Seidlitz bekräftigte, ihr Vorschlag würde auch für eine mögliche Beteiligung an einer neuen Landesregierung gelten. "Das ist der einzige Weg, Reformen im notwendigen Umfang hinzukriegen", sagte die Co-Landeschefin der Grünen. Man dürfe nicht nur in Vier- oder Fünfjahresschritten bis zum nächsten Wahltermin denken.
Sziborra-Seidlitz ist gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin. In Sachsen-Anhalt treiben CDU, SPD und FDP aktuell eine Klinikreform voran.